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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Oberschule: Siebtklässler setzen sich für andere ein

16.06.2016

Elsfleth Aufeinander achtgeben, Streit schlichten und für mehr Ruhe auf den Busfahrten sorgen, das gehört zu den Aufgaben der insgesamt elf neuen Schulbusbegleiter der Oberschule Elsfleth.

Schulleiter Jochen Wessels lobte das Engagement der Mädchen und Jungen aus der siebten Klasse bei der Übergabe der Zertifikate. „Ihr habt euch bereit erklärt, Verantwortung für eure Mitschüler zu übernehmen. Ihr habt den Mut, euch einzumischen“, lobte Wessels. Dies werde sicher keine leichte Aufgabe, denn manchmal müssten sich die Busbegleiter innerhalb von Sekunden entscheiden, wie sie reagieren sollen, weiß auch Wessels. „Manchmal ist es doch hilfreich, einen Erwachsenen hinzu zu holen“, machte er deutlich, dass die Schüler nicht allein gelassen würden.

Mit Jonas Brumund, Larissa Freels, Tom Gloystein, Theis Grabhorn, Mike Schröder-Hayen, Lina Hullmann, Nantke Schumacher, Tobias Schumacher, Maja Seekamp, Pauline Timmermann und Ole Timmermann habe nun die dritte Generation von Schulbusbegleitern die Ausbildung absolviert, darauf sei er sehr stolz, sagte der Schulleiter. Doch besonders stolz sei er, dass sich, seitdem die Buspaten im Einsatz sind, die Beschwerden der Busunternehmen fast auf Null reduziert hätten, sagte er.

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Die Ausbildung zum Schulbusbegleiter wird von den Verkehrsbetrieben Wesermarsch und dem Weser-Ems Busverkehr durchgeführt. Franka von Seck vom Zweckverband Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (ZVBN) leitet das Projekt. Der ZVBN fördere das Projekt mit Zuschüssen, so dass es für die Schulen kostenlos sei, erklärte sie. „Elf von euch haben sich entschieden, Verantwortung zu übernehmen. Das ist etwas ganz Besonderes“, lobte von Seck. „Auch einmal links und rechts zu schauen, ob man etwas Gutes tun kann, das ist genau der richtige Weg“, sagte sie weiter. Zum Dank überreichte sie den elf neuen Buspaten ein „Jugend-Freizeit-Ticket“, mit dem sie für einen Monat kostenlos im ZVBN-Gebiet fahren können.

Von Secks besonderer Dank galt auch den Trainern. Gert Bohlen von Weser-Ems-Bus und Hartmut Köhler von den Verkehrsbetrieben Wesermarsch hatten in rund 13 Schulstunden und in Praxiseinheiten im Bus mit den Jugendlichen trainiert. Auch Matthias Bühnemann vom Fachdienst Schulen, Kultur und Sport beim Landkreis Wesermarsch, lobte die Schüler für ihr Engagement.

Busfahrer Hartmut Köhler kennt die Probleme auf den Fahrten. In Übungseinheiten im Bus trainierte er mit den Schülern unter realen Bedingungen. „Wir haben Situationen nachgestellt wie zum Beispiel, wenn jemand die Füße auf den Sitz legt“, erklärte Köhler. In Rollenspielen bei laufendem Motor konnten die Jugendlichen üben, die richtige Lautstärke zu finden, um sich im fahrenden Bus Gehör zu verschaffen.

Die Busbegleiter benötigen Zivilcourage, sagte Köhler. So würden die Schüler in der Ausbildung etwas lernen, das sie ihr ganzes Leben lang gebrauchen können. Auch zu lernen, „nicht wegzugucken“, sei ein Erfolg, denn so könnten die Schüler im Zweifel als Zeugen fungieren, erklärte der Trainer. Doch natürlich käme bei der Ausbildung auch der Spaß nicht zu kurz. „Wir nehmen nicht alles ernst. Aber die Erfolge zeigen, dass es ruhiger im Bus wird. So haben alle etwas davon“, befand er.

In der kleinen Feierstunde, in der Schulleiter Jochen Wessels mit der Schulband spielte und zu der auch alle Mädchen und Jungen der fünften und sechsten Klassen eingeladen waren, erhielten die Busbegleiter ihre Zertifikate. So lernten die jüngeren Schüler gleich die neuen Buspaten kennen – damit sie wissen, an wen sie sich wenden können, wenn es im Bus mal Probleme gibt.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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