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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Sorgloses Planschen oft nicht möglich

22.08.2015

Nordenham Die Hälfte der Grundschüler in Niedersachsen kann nicht schwimmen. Zu dieser ernüchternden Erkenntnis kommt eine Erhebung der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG). Nicola Dubacher vom DLRG-Landesverband Niedersachsen sieht einen Zusammenhang zwischen der hohen Nichtschwimmerquote und den zunehmenden Bäderschließungen in den Kommunen. Auch die Zukunft des sanierungsbedürftigen Nordbades am Luisenhof wird mitunter in Frage gestellt. Dabei sind die Schwimmkurse in Nordenham komplett ausgebucht.

„Ich arbeite mit Wartelisten“, sagt Heike Schröder vom Blexer Turnerbund, „derzeit biete ich drei Schwimmkurse für Kinder und einen für Erwachsene an.“ Zehn bis fünfzehn Kinder zwischen drei und neun Jahren besuchen einen Kurs, der aus zehn Einheiten besteht.

Gutscheine für Kurse

„35 Euro kosten die Kurse bei uns“, erzählt die Schwimmlehrerin. Manche Eltern können sich diesen Unterricht für ihre Kinder nicht leisten, weiß Heike Schröder: „Dafür schämen sie sich.“ Sie verweist darauf, dass es bei der Agentur für Arbeit sogenannte Bildungsgutscheine gibt, die auch für die Schwimmkurse verwendet werden können.

Auch Bodo Pachal, 1. Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Nordenham, sieht die Pflicht bei den Eltern. „Wir können uns zwar nicht über mangelnden Zulauf an Kindern, die schwimmen lernen wollen, beklagen. Eine Ausbildung zum Rettungsschwimmer machen jedoch nur die Wenigsten“, sagt Bodo Pachal.

„Fremdrettung lernen Kinder bei uns ab zwölf Jahren. Aber gerade in diesem Alter ist die Konkurrenz durch andere Sportarten wie Fußball einfach sehr groß. Nur wenige Juniorretter bleiben letztendlich bei der DLRG.“

Weiterin weist Bodo Pachal auf die begrenzten Kapazitäten der Ausbildungsorte hin. „Hier in Nordenham stehen uns nur zwei Hallenbäder zur Verfügung. Außerdem haben wir immer weniger Ausbilder, die im Übrigen alle ehrenamtlich arbeiten.“

Der DLRG-Ortsvorsitzende hat eine Tendenz zum späten Schwimmenlernen festgestellt. „Oftmals sind die Kinder schon zehn Jahre alt, wenn sie schwimmen lernen“, sagt er, „das ist eindeutig zu spät.“

Angst vor Schließung

„Den ersten Kontakt mit dem Element Wasser können Babys und Kleinkinder bei uns schon ab neun Monaten erleben“, berichtet Meike Köpke vom Sportverein Nordenham, „unsere Baby- und Wassergewöhnungsgruppe trifft sich jeden Montag im Freizeitbad Störtebeker.“

Neben den Schwimmkursen für Kinder bietet der SVN integratives und religionsübergreifendes Frauenschwimmen an. Die Gruppe trifft sich jeden Mittwochvormittag im Nordbad.

„Das Nordbad ist auch für den Blexer TB ein wichtiger Standort“, betont Heike Schröder, „wir hoffen ganz stark, dass es nicht eines Tages geschlossen wird.“ Ihr persönlich gefällt das Nordbad auch besser: „Es ist kleiner und familiärer als das Störtebeker-Bad“, sagt die BTB-Spartenleiterin für den Bereich Schwimmen.

Julia Zube Volontärin / NWZ-Redaktion
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