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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Stadtlander Grundschulen: Lehrern und Eltern stinkt das neue Reinigungskonzept

19.10.2018

Stadland Schultoiletten sind sensible Orte – offensichtlich zu sensible Orte für das neue Reinigungskonzept der Gemeinde. Das hat sich am Mittwochnachmittag bei der Sitzung des Schulausschusses des Rates gezeigt, in der Eltern und Lehrer heftige Kritik an den hygienischen Zuständen in den Stadlander Grundschulen äußerten.

Katja Grabhorn aus Norderseefeld machte in der Einwohnerfragestunde den Aufschlag: Aus der Toilette der Grundschule Seefeld dringe „eine arge Geruchsbelästigung“, sagte sie. Zudem seien sowohl die Toilette in Seefeld als auch die in der Schwesterschule sanierungsbedürftig.

Auch der Schweier Elternvertreter Ibeling van Lessen, der Mitglied im Schulausschuss ist, machte keinen Hehl aus seiner Unzufriedenheit: „Es wird nicht mehr überall gefegt“, sagte er. „In der Schule kommt es aber auf Hygiene an; die Kinder bringen Krankheiten mit nach Haus. Deshalb will ich wissen, auf welcher Basis der Reinigungsdienst eingeschränkt worden ist.“

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„Auch in Seefeld kommen die Reinigungskräfte mit der Arbeit gegen den Dreck nicht nach“, ergänzte die Grünen-Ratsfrau Andrea Arens aus Schwei, deren Sohn in Seefeld die erste Klasse besucht. Dazu sagte Bürgermeister Klaus Rübesamen, Schulleiter Ulrich von Döllen habe ihm nichts mitgeteilt. Ibeling van Lessen antwortete, von Döllen habe ihm gesagt, eine Beschwerde bei der Gemeinde bringe nichts.

Nicht nur im Schulsystem Seefeld/Schwei wird Kritik laut, in der Grundschule Rodenkirchen ist es nicht anders. „Eine Mutter kam letztens zu uns und wollte selbst sauber machen“, berichtete die Lehrerin Petra Blohm.

„Starke Verschmutzung“

Die beiden Elternvertreterinnen der Klasse 3a sahen einen solchen Einsatz aber nicht als ihre Aufgabe an, sondern wandten sich noch in den Herbstferien brieflich an den Bürgermeister. „In den letzten Wochen ist den Lehrkräften, Eltern und Schülern eine starke Verschmutzung und eine nicht vorhandene Hygiene sämtlicher Bereiche des Schulgebäudes aufgefallen“, schreiben die Elternvertreterinnen Annika Renken und Sandra Ahlers. „Dieser nicht hinnehmbare Zustand wurde meist zu Schulbeginn festgestellt, so dass davon auszugehen ist, dass keine vernünftige Reinigung nach Schulschluss stattgefunden hat.“

Anschließend listen die beiden Mütter mehrere Kritikpunkte auf, für die sie den Bürgermeister um Abhilfe bitten:  „Die Schultoiletten waren morgens zu Schulbeginn verdreckt und nicht gereinigt, was einen groben Hygienevorstoß darstellt.  Die Mülleimer der Klassen werden nicht täglich geleert, was Wespen, Obstfliegen und andere Schädlinge anlockt.  Die Klassen wurden nicht mehr täglich gefegt beziehungsweise gewischt.  Die Fenster der Klassen wurden nicht, wie zuvor üblich, durch das Reinigungspersonal geschlossen, was energietechnisch nicht sinnvoll sein kann.  Sämtliche Gebäudeteile waren aufgrund einer nicht täglichen Reinigung häufig verdreckt.“

Auch die Rodenkircher Grundschulrektorin Elke Kuik-Janssen hatte das Thema „neues Reinigungskonzept“ gleich zu Beginn der Sitzung angesprochen. Sie gehört dem Rat als Fraktionsvorsitzende der Grünen an und amtierte an diesem Tag auch als Vorsitzende des Schulausschusses.

„Politik nicht zuständig“

Bürgermeister Klaus Rübesamen (SPD) lehnte es trotz der Beschwerden ab, das neue Reinigungskonzept im Ausschuss zu diskutieren: „Der Reinigungsdienst ist eine Aufgabe der Verwaltung und nicht der Politik; deshalb habe ich ihn trotz der Wünsche von Frau Kuik-Janssen nicht auf die Tagesordnung dieser Sitzung gestellt“, argumentierte der Verwaltungschef – und blieb konsequent bei dieser Line.

Eine Diskussionsverweigerung war das allerdings nicht, denn er bot Eltern und Lehrern im Rathaus ein Gespräch an, in dem er das neue Konzept vorstellen will.

Einen Beitrag aus der Mehrheitsgruppe unter dem Motto „Wir haben verstanden“ leistete Michael Sanders (FDP): „Wir haben zur Kenntnis genommen, dass es durch das neue Konzept eine Verschlechterung gegeben hat. Die Lösung müssen die Schulen und die Verwaltung gemeinsam finden.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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