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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Nationalpark-Rangerin stellt ihr Tätigkeitsfeld vor

07.09.2018

Stollhamm Nationalpark-Rangerin Susanne Koschel war beim Treffen der Gemeinschaftsrunde Stollhamm zu Gast. Sie berichtete dort von ihrer Arbeit und der Vielseitigkeit und Bedeutung des Wattenmeers. Nationalpark-Ranger werden ab dem Außendeichbereich bis hinein in das Wattenmeer eingesetzt, um die einzigartige Naturlandschaft zu erhalten. Susanne Koschel betreut seit drei Jahren den Niedersächsischen Wattenmeer-Abschnitt von Varel bis Nordenham und ist damit auch für den Butjenter Raum zuständig.

Voraussetzung, um Ranger zu werden, sei ein „grüner“ Handwerksberuf, berichtete Susanne Koschel den Teilnehmern. Dem schließe sich eine weitere einjährige Berufsausbildung zum geprüften Natur- und Landschaftspfleger an.

Ihr Tätigkeitsfeld ist breitgefächert und umfasst neben der Besucherbetreuung und Öffentlichkeitsarbeit vor allem Umweltbeobachtungen, um Natur und Umwelt zu schützen und zu erhalten, erzählte sie. Zusätzlich unternimmt die Rangerin regelmäßige Gebietskontrollen, die natürlich dokumentiert und auch wissenschaftlich untersucht werden.

Unterstützt wird die Nationalpark-Rangerin dabei von ehrenamtlichen Mitarbeitern. Sie arbeitet auch eng mit der Gesellschaft Tourismus-Service Butjadingen und anderen Partnern des Nationalparks zusammen. Gerade in Regionen, die bei Touristen beliebt sind, achtet Susanne Koschel außerdem darauf, dass Schutzbestimmungen eingehalten werden.

Dem Bericht der Nationalparkrangerin schloss sich eine Fragerunde an. Fazit dieser Runde war die wohl nicht neue Erkenntnis, dass es mehr denn je gilt, das Wattenmeer zu bewahren, nicht nur seiner Schönheit und Einzigartigkeit wegen, sondern als Zukunftsgarant für die Region. Wegen seiner großen Bedeutung für Mensch und Tier und seiner Einzigartigkeit wurde das Wattenmeer 2009 von der Unesco zum Weltnaturerbe erhoben. Seitdem steht es auf einer Stufe mit anderen weltberühmten Naturwundern wie dem Grand Canyon in den USA und dem Great Barrier Reef in Australien, die ebenfalls zum Weltnaturerbe gehören. Geologisch betrachtet ist das Wattenmeer mit rund 10 000 Jahren eine sehr junge Landschaft, die von Wind und Gezeiten ständig neu geformt wird. Das Wattenmeer zieht sich entlang der Nordseeküste mit einer Länge von etwa 500 Kilometern von Holland bis nach Dänemark. Mit rund 11 500 Quadratkilometern und seiner Vielfalt in Fauna und Flora ist es einzigartig auf der Welt.

Es wurde in die Liste des Welterbes aufgenommen, weil es sowohl wegen seiner geologischen und ökologischen Prozesse als auch hinsichtlich seiner Bedeutung für den Erhalt der biologischen Vielfalt eine weltweit herausragende Bedeutung hat. Im Wattenmeer leben rund 10 000 Arten von einzelligen Organismen und Pilzen bis hin zu höheren Pflanzen und Tieren.

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