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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Fachkräfte: Technikerschule zur Nachwuchssicherung

14.02.2014

Nordenham Als sich der Wirtschaftsausschuss des Stadtrates vor anderthalb Jahren mit den Zukunftsaussichten des Berufsschulstandortes in Nordenham befasste, herrschte Alarmstimmung. Die sinkenden Schülerzahlen ließen Sorgen um den Erhalt der Lehranstalt an der Pestalozzistraße aufkommen. Die Kommunalpolitiker richteten daher an den Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) in der Wesermarsch, Arthur Post, die Forderung, ein Konzept zur Zukunftssicherung auszuarbeiten und dabei ein besonderes Augenmerk auf technische Angebote zu legen. Als sich der Wirtschaftsausschuss jetzt erneut mit dem Thema befasste, hatte Arthur Post gute Nachrichten zu verkünden: Der BBS-Leiter teilte mit, dass im September eine neue Fachschule für Technik den Betrieb in Nordenham aufnehmen soll.

Landkreis ist Schulträger

Der offizielle Beschluss des Landkreises, der als Schulträger für die Sachausstattung aufkommen muss, während das Land für die Personalkosten zuständig ist, steht zwar noch aus. Aber aus dem Kreistag gibt es positive Signale. „Es zeichnet sich eine große Zustimmung ab“, sagte Arthur Post in der Ausschusssitzung am Mittwochabend. Ende März soll der Kreistag über die neue Technikerschule befinden. Als nächstes muss die Landesschulbehörde grünes Licht geben. Wenn sich genügend Schüler – mindestens 28 – anmelden, dürfte laut Arthur Post der neuen Einrichtung nichts im Wege stehen.

Der Unterricht für die Technikschüler soll überwiegend in den Berufsschulräumen an der Pestalozzistraße sowie zum Teil im Technologiezen-trum in Einswarden und im Berufsbildungszentrum in Brake stattfinden.

Der Besuch der geplanten Teilzeitschule ist kostenlos. Die Teilnehmer müssen seit mindestens zwei Jahren im Beruf sein. Es sind 2400 Pflichtstunden vorgeschrieben, die über vier Jahre verteilt werden. Der berufsbegleitende Unterricht erfolgt jeweils in Blöcken am Mittwochabend und am Sonnabend.

Der Abschlusstitel lautet staatlich anerkannter/geprüfter Techniker. Zielgruppe sind Facharbeiter aus den Berufsfeldern Metall und Kunststoff.

Nach Angaben des BBS-Leiters sind für die neue Fachschule in Nordenham zwei zusätzliche Lehrer erforderlich. Er geht davon aus, dass sich die Personalausgaben um rund 100 000 Euro im Jahr erhöhen werden.

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Die vom Landkreis aufzubringenden Sachkosten sind zunächst auf 10 000 Euro veranschlagt. Diesen Anfangsbetrag für 2014 wollen die BBS vorfinanzieren. Im kommenden Jahr bekommt die Schule das Geld vom Landkreis erstattet. Der darüber hinaus anfallende Bedarf an Sachkosten wird nach Einschätzung der Kreisverwaltung „vergleichsweise gering“ sein. Die entsprechenden Finanzmittel sollen ab dem Haushalt 2015 bereitgestellt werden.

Das neue Angebot der BBS in Nordenham ist vor allem auf die Bedürfnisse der Industriebetriebe ausgerichtet. Leitbranchen für die Technikerschule sind der Flugzeug- und der Schiffbau sowie die Windenergie. Die Fachrichtungen sind unterteilt in Maschinentechnik, Kunststofftechnik und Faserverbundtechnologie.

Angesichts des demografischen Wandels und des damit verbundenen Nachwuchsmangels besteht in den gewerblich-technischen Unternehmen ein starkes Interesse an einer Fachschule vor Ort. Das machte der Ausbildungsleiter des Nordenhamer Premium-Aerotec-Werkes, Olaf Heinrichs, in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses deutlich. Er bezeichnete die geplante Technikerschule als eine „tolle Sache“.

In dem Zusammenhang wies Olaf Heinrichs darauf hin, dass der Bedarf an Fachkräften und Ingenieuren in den nächsten Jahren immer mehr zunehmen werde.

Bedarf steigt

Als Beispiel führte er das Premium-Aerotec-Werk Nordenham an. Bislang seien dort 30 bis 40 altersbedingte Abgänge im Jahr der Normalfall, aber schon bald würden es 80 bis 120 sein. Um diesem Problem begegnen zu können, sei in der Wesermarsch ein „vernünftiges Bildungsangebot für technische Berufe“ unverzichtbar. Damit könnten junge Einheimische in der Region gehalten und auswärtige Fachkräfte angelockt werden.

„Die Stadt Nordenham begrüßt die Technikerschule ausdrücklich“, sagte Bürgermeister Hans Francksen, „sie ist auch ein wichtiger Beitrag zur Wirtschaftsförderung.“

Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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