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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Monumentendienst: Telegraph wird zum Kletterturm

12.01.2011

BRAKE Kristina Rode hängt buchstäblich in den Seilen. Ganz geheuer scheint ihr die Sache noch nicht zu sein. „So müsste es doch halten, oder?“, fragt die 20-Jährige aus Essen (Oldenburg), die zurzeit beim Monumentendienst ein Praktikum absolviert. Peter Schimmel nickt. Und siehe da: Kristina Rode hebt die Füße vom Boden – und schwebt.

Der Monumentendienst, der Eigentümern von Denkmälern beim schonenden Erhalt ihrer Gebäude aktiv und beratend zur Seite steht und seinen Sitz im Museumsdorf in Cloppenburg hat, nutzt seit Dienstag den Braker Telegraph für eine Kletter-Übung: Vier Inspektoren sowie Praktikantin Kristina Rode absolvieren einen Auffrischungslehrgang, den der Niederländer Peter Schimmel leitet.

Insgesamt fünf Inspektorinnen und Inspektoren sind nach Auskunft von Thorsten Heil, kaufmännischer und technischer Leiter des Monumentendienstes, für die Organisation tätig. Wenn sie die Fassaden von Denkmälern inspizieren, nutzen sie vorzugsweise einen Steiger. Das funktioniert aber nur bis zu einer Höhe von 21 Metern. Gilt es höhere Gebäude zu inspizieren, ist Klettern angesagt. Einmal im Jahr müssen die Inspektoren einen Kursus zur Auffrischung besuchen. Genau solch ein Lehrgang hat am Dienstag in Brake begonnen.

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Für den Kursus, der auch eine Rettungsübung beinhaltet, hatte der Monumentendienst ganz bewusst den Niederländer Peter Schimmel als Leiter ausgewählt. Er bildet in Holland auch die Kletterer der dortigen Monumentenwacht aus und ist – anders als deutsche Industrie-Kletterer – vor allem auf historische Gebäude spezialisiert.

Gerade bei solchen Gebäuden besteht oft die Schwierigkeit, so genannte Anschlagpunkte zu finden – Punkte mit ausreichender Tragfähigkeit, um die Kletterseile sicher zu befestigen.

Wie man Anschlagpunkte findet und was es dabei zu beachten gibt, lernten die Inspektoren ebenso wie die richtige Sicherung und die Bergung von Kletterern, die sich verletzt haben oder in ihrem Klettergeschirr ohnmächtig geworden sind. Nach den „Trockenübungen“ im Inneren des Telegraphen soll der Kursus an diesem Mittwoch außen fortgesetzt werden: Die Inspektoren werden an der Fassade klettern.

Ursprünglich war für den Kursus übrigens der Hammelwarder Wasserturm ins Auge gefasst worden, den die Inspektoren erst im November begutachtet hatten. Weil sich das Hammelwarder Wahrzeichen aber als zu baufällig für die Übung erwies, wich der Monumentendienst auf den Telegraph aus.

Wie es am Wasserturm weitergeht, ist laut Thorsten Heil derweil noch offen. Einen Termin für die noch immer ausstehende Inspektion der Fassade gebe es bislang nicht.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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