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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Auch im Watt wächst ein Kaktus

27.05.2019

Tossens Fair produzierte Forscherausrüstung in Bio-Qualität, vegetarisches Essen, recyclebares Geschirr aus nachwachsenden Rohstoffen – die Kinder der vierten Kids-Watt-Academy gingen mit gutem Beispiel voran. Sie sind auf dem richtigen Weg, wenn es um den Schutz der Meere und Klimarettung geht.

Die 150 Kinder mit ihren hellblauen Käppis stürmten zu Beginn der Veranstaltung das große Festzelt. Auf der Bühne hatten sich die Ehrengäste der Kids-Watt-Academy versammelt. Dazu zählte der Schirmherr Peter Südbeck. Er ist Leiter der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer mit Sitz in Wilhelmshaven: „Es ist schön, dass ihr hier seid, um euch für den Schutz unseres Lebensraums einzusetzen“, sagte er.

Butjadingens Bürgermeisterin Ina Korter, Mark Schuur, der General-Manager von Center Parcs Nordseeküste, sowie Thomas Dzillum Vertreter des Bürgervereins Tossens und TSB-Geschäftsführer Robert Kowitz freuten sich, dass so viele Kinder sich darüber informieren wollten, wie das Leben im Meer besser geschützt werden kann.

Die Forscherplätze für die Kids-Watt-Academy am Friesenstrand in Tossens waren wie in den Vorjahren schnell vergeben. Am Freitagabend reisten die Miniforscher an, um sich einzuschreiben und ihre Ausrüstung zu erhalten. Dann übten sie „die Robbe“ ein: Stets wenn das Codewort „Wattenmeer“ ertönte, legten sich die Kinder auf den Bauch, fassten hinter dem Rücken ihre Füße mit den Händen und wippten wie Robben. Das sah lustig aus und die jungen Forscher und die Besucher hatten ihren Spaß.

In Gruppen zu Stationen

Am ersten Tag ging es früh in die Kojen. Schließlich war am Sonnabend ein volles Programm zu absolvieren. Nach der Eröffnung spazierten die Kinder in Gruppen aufgeteilt zu den einzelnen Stationen des Forschercamps. Bei der Station des Klimahauses Bremerhaven ging es um die Erderwärmung. Die Mitarbeiter zeigten mit einem Modell einer Hallig was geschieht, wenn aufgrund er Erderwärmung die Flut immer höher steigt.

Bei den Junior Rangern drehte es sich um den 10. Geburtstag des Unesco-Weltnaturerbes Wattenmeer. Hier erfuhren die Kinder viel über das Leben in diesem geschützten Naturraum vor unserer Haustür. Sie mussten bei einem Wattenmeer-Quiz herausfinden, wie der Kaktus des Watts heißt (Queller) und wie er schmeckt, nämlich salzig. An den Binokularen wurden winzige Bewohner näher angeschaut: „Wie viel Beine hat die Krabbe?“, lautete die Frage.

Die Forscherkinder machten sich am Nachmittag auf, um am Strand Müll einzusammeln, ehe sie am frühen Abend im Hauptzelt zusammen mit allen interessierten Besuchern den Auftritt einer Band der Zinzendorfschule verfolgen konnten. Bei einer anschließenden Disco waren die Maskottchen aller beteiligten Organisationen dabei, darunter der Pandabär des World Wildlife Fund (WWF), mit dem die Academy-Veranstalter in diesem Jahr eine Kooperation eingegangen sind.

Mit dabei waren Vertreter des Vereins „Stop Finning“, die sich zum Schutz der Haie einsetzen. Die meisten Menschen in Deutschland denken, dass es sich beim Thema Haischutz um ein Problem des asiatischen Marktes handelt, erfuhren die Kinder. Das sei falsch. Hierzulande würden ebenfalls Produkte von Haien angeboten. Bauchlappen des Dornhais werden als Schillerlocke verkauft. In ihrer Rolle als Prädatoren regulieren Haie die Artenvielfalt, indem sie vor allem kranke und alte Fische fressen.

Bedrohte Arten

Bedingt durch die hohe Schadstoffbelastung der Meere sammeln sich zudem Schwermetalle in Fischen an. Jährlich sterben 73 Millionen Haie für den menschlichen Konsum. Hierbei wird wenig Rücksicht auf bedrohte Arten oder den Naturschutz genommen. Mit einem Maßband sollten die Watt-Kids zum Abschluss ihres Besuches dieser Forscherstation feststellen, wie groß die unterschiedlichen Haiarten sind, von denen einige auch in der Nordsee zu finden sind.

Mit von der Partie war in diesem Jahr auch der Butjadinger Fischereiverein Butjadingen. Wilfried Wilcke berichtete, wie viele und welche Fische es in den heimischen Gewässern gibt. Zu bestaunen waren einige Exemplare in einem Aquarium.

Die jüngste Kids-Watt-Academy war erneut eine runde Sache. Am Sonntag durften die Kinder selbst ins Watt und mit sechs Watt-Führern in kleinen Gruppen los marschieren, um das anzuschauen, was sie als Meeresschützer und Klimaretter vor der Zerstörung retten möchten.

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