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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Zinzendorfschule: Projekt gegen den Plastikmüll

04.07.2019

Tossens Wie sie Plastikmüll in ihrem Leben erheblich reduzieren können, haben 14 Schülerinnen und Schüler an den Projekttagen der Zinzendorfschule kurz vor den Ferien erarbeitet. Die rund 400 Schüler der Klassen 5 bis 10 konnten zwischen verschiedenen Projektangeboten wählen.

In dem Angebot der Lehrer Beate Hermenau, Anja Blume und Wilhelm Magnus ging es um die Vermeidung von Plastik im Alltag. Sozusagen zum Einstimmen schauten die Schüler zunächst einen Teil des Films „Plastikflut“. „Der Film ist voll mit Informationen. Er hat die Schüler sehr berührt“, berichtete Beate Hermenau. Sie lebt inzwischen selbst fast plastikfrei und konnte den Kindern und Jugendlichen zahlreiche Tipps zur Vermeidung von Plastik und vor allem viele Alternativen nennen.

Müll gesammelt

Eine Müllsammelaktion rund um das Schulgelände gehörte genauso zum Projekt wie die Recherche im Internet. So fand zum Beispiel eine Schülerin heraus, dass es in Bremen einen sogenannten Unverpackt-Laden gibt, in dem Lebensmittel wie früher in den Kaufmannsläden zum Selbstabfüllen angeboten werden. Dort will sie zusammen mit ihrer Oma bald einmal einkaufen.

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Dass es auch Zahnpasta und Shampoo ohne Plastikverpackung gibt und die Schüler diese Körperpflegemittel sogar selbst herstellen können, war eines der Themen, die die 15-jährige Carla Printz ihren Mitschülern bei der Präsentation der Gruppenergebnisse erläuterte. Zahnpasta lässt sich zum Beispiel mit Natron und Birkenzucker leicht selbst machen. Shampoo kann aus Roggenmehl und Wasser angefertigt werden.

Die Rezepte, auch für selbsthergestelltes Waschmittel, gab es von der Gruppe dazu. Bambuszahnbürsten haben sich gleich alle Schüler der Projektgruppe bestellt. Bambus ist ein schnell nachwachsender und komplett biologisch abbaubarer Rohstoff.

Brot selbst gebacken

Dass es zu Dingen des alltäglichen Gebrauchs ganz einfache Alternativen gibt, lernte auch Leonie Hinders (12). „Ich habe zum Beispiel eine Bürste aus Holz zu Hause“, sagte sie. Auch Brot müsse man nicht in Plastik verpackt kaufen, sondern könne es auch leicht selbst backen. „Das macht auch mehr Spaß“, befand die Zwölfjährige. Wie lecker Brot aus eigener Produktion schmeckt, davon konnten sich die Schüler am Stand der Gruppe sogleich überzeugen. Dort gab es mit Schoko-Haselnuss-Creme bestrichene Kostproben. Auch Schokocreme gibt es in Gläsern mit Metall- statt Plastikdeckeln. Zum Schoko-Brot wurde ein Glas Tee mit frischer Minze aus dem Garten serviert.

In Mikroplastik zersetztes Plastik gelange irgendwann auch ins Grundwasser, berichtete der 16-jährige Thore Siewert. So sei es kaum noch möglich, zu konsumieren, ohne Plastik zu sich zu nehmen, ist er überzeugt. „Plastik ist ein großes Problem unserer Zukunft, das wir bekämpfen müssen“, appellierte er.

Wie viel Plastikmüll in die Umwelt gelangt, verdeutlichten die Schüler zudem auf dem langen Tisch, auf dem sie die Ergebnisse ihrer Projekttage präsentierten. Denn dort hatten sie auch einigen Abfall ihrer Müllsammelaktion ausgebreitet.

Merle Ullrich Brake / Redaktion Brake
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