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Eschhofschule: Und plötzlich drücken sie wieder die Schulbank

16.03.2016

Lemwerder „Stifte raus, Vokabeltest!“, hieß es zu ungewohnter Stunde in der Eschhofschule. Ungewöhnlich deshalb, weil die „9a“ zuletzt vor einem halben Jahrhundert hier die Schulbänke gedrückt hatte. Nun wurden sie vom ehemaligen Englischlehrer Uwe Hellmich in einem Raum, der nach Bohnerwachs roch wie früher, mit dieser Aufgabe überrascht. Damit nicht genug: Der damalige Klassensprecher Harald Schöne wurde im Vorfeld außerdem zu dem Referat „Von der Schultüte bis zum Rentenbescheid“ verdonnert – eine Aufgabe, der er 50 Jahre nach der Schulentlassung mit Vergnügen nachkam. Auch die ehemalige Lehrerin Elisabeth Doerk nahm an der „verspäteten“ Unterrichtsstunde teil.

Harald Schöne und seine Klassensprecherkollegin Ria Dageförde (früher Runge) aus der 9b hatten alle Hebel in Bewegung gesetzt, um zum Jubiläumstreffen einzuladen. Rund fünf Monate Vorlauf waren nötig, um alle Ehemaligen zusammenzutrommeln, denn das letzte Treffen lag bereits drei Jahrzehnte zurück. 40 der im Juni 1966 entlassenen 60 Schülerinnen und Schüler waren dieser Einladung gerne gefolgt, berichtete Harald Schöne erfreut.

Während Schöne und seine ehemaligen Klassenkameraden der 9a die Zeitreise in die Schulzeit genossen, lauschten Ria Dageförde und die 9b nach einer gemeinsamen Kaffeetafel Anke Feja.

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Viel Spannendes hatte die Stedinger Gästeführerin über das Schulwesen Lemwerders zusammengetragen. Sie berichtete von Klassenräumen, in denen auf 22 Quadratmeter nicht weniger als 120 Kinder unterrichtet wurden, von der 1912 Am Kamp eröffneten Schule mit vier Klassen, die im Krieg zerstört wurde, von der 1947 auf dem Ritzenbütteler Sand errichteten Behelfsschule, die vier Jahre später abbrannte, oder den 1951 und 1952 gebauten Volksschulen Deichshausen und Lemwerder-West.

Der erste Trakt der Eschhofschule entstand 1938, hieß es weiter. Die ehemalige Firma Weserflug zog damals viele Arbeiter und ihre Familien nach Lemwerder, die sich oftmals durch „Kaufmiete“ in der großen Siedlung im Ort und in Deichshausen niederließen.

Anschließend ging die Zusammenkunft in der Gaststätte „Pomodoro“ mit einem gemeinsamen Abendessen und vielen munteren Gesprächen weiter, denn viel hatten die einstigen Kameraden in der Zwischenzeit erlebt.

Die weitesten Anreisen hatten an diesem Tag Hannelore Barnsteiner (geborene Krause) und Heide Borbein (geborene Dießen), die jetzt in Augsburg und am Ammersee leben. Beide erhielten das Buch „40 Jahre Lemwerder – 1948 bis 1988“.

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