• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Verlässliche Hebammenversorgung an zwei Standorten

24.05.2019

Wesermarsch Der eigentlichen Information ging im Ausschuss für Soziales und Gesundheit ein langes Vorspiel voraus: Bevor Erster Kreisrat Hans Kemmeries zum Stand der Hebammenversorgung in der Wesermarsch Auskunft erteilte, gab es für die Ausschussmitglieder erst einmal jede Menge Informationen: Astrid Kruid, Leiterin der Hebammenschule am Klinikum Oldenburg, und Hilke Schauland, 2. Vorsitzende des Hebammenverbandes Niedersachsen, informierten über die Ausbildung, die Entwicklung von Zahlen und den Bedarf an Hebammen. Aus der praktischen Arbeit und von den täglichen Herausforderungen berichtete anschließend Petra Weeber, die in Brake (noch) eine Hebammenpraxis betreibt. Mechthild Frenking referierte über die Arbeit und das Beratungsangebot von „Frauen beraten – donum vitae“ und Mitglieder der Elterninitiative „Rettet die Geburtshilfe“ schilderten dem Ausschuss Ängste und Sorgen werdender Mütter nach Schließung der Gynäkologie und Geburtshilfe der Helios-Klinik Esenshamm. Von Mangelverwaltung war in den Beiträgen mehrfach die Rede, ebenso davon, dass sich bei der Hebammenversorgung nichts bewege. Monatelange Suche nach einer Hebamme und weite Wege bis zum nächsten Kreißsaal beunruhigen werdende Eltern.

Dass sich doch etwas tue, schilderte Kemmeries dem Ausschuss schließlich. Die Kreisverwaltung arbeite daran, eine Hebammenambulanzpraxis mit zwei Standorten (Brake und Nordenham) einzurichten. Während die räumliche Situation in Brake geklärt sei (die bisherige Praxis von Petra Weeber), gebe es in Nordenham zumindest auch schon eine Übergangslösung. Am Ziel für beide Standorte eine verlässliche personelle Ausstattung anzubieten, werde noch gearbeitet. Der Ansatz sei, an fünf Tagen pro Wochen jeweils vier Stunden Beratung und Betreuung anbieten zu können. Noch seien aber personelle und arbeitsrechtliche Fragen zu klären , so Kemmeries. Er deutete an, dass die Stunden vielleicht nicht durch die vorhandenen freiberuflichen Hebammen abgedeckt werden könnten. Dann sei eine Unterstützung durch eine hauptamtlich Kraft durchaus denkbar. „Dann müssen wir bereit sein, Geld in die Hand zu nehmen“, meinte er Richtung Politik. „Ich bin wild entschlossen, im Mai, Juni eine abschließende Entscheidung zu kriegen“, so Kemmeries vage zum Zeitplan.

Um die freiberuflichen Hebammen im Landkreis zu unterstützen und die Versorgung zu verbessern, sollen zudem zwei Themen noch angegangen werden: Eine mögliche Übernahme der Praxisanleiterkosten (jeweils rund 2500 Euro), die Hebammen befähigt, Studierende und Schülerinnen anzuleiten, und eine Kooperation mit einer Hebammenschule.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2301
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.