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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Den Alltag in der Familie erleben

11.05.2019

Wesermarsch Der Landkreis Wesermarsch ist der Träger der Kindertagespflege. Die Tagesmutter sei für viele Eltern die Rettung, wenn es um einen Betreuungsplatz für den Nachwuchs geht, weiß Kreisjugendpfleger Peter Büsching-Czerny. Ein solches Angebot in der Wesermarsch vorzuhalten, sei sehr wichtig, stellt er fest. Damit auch ausreichend geschulte „Pflegeeltern“ zur Verfügung stehen, werden nach seinen Worten immer wieder Qualifizierungskurse angeboten.

Den bundesweiten Aktionstag unter dem Motto „Gut betreut in Kindertagesstätten“ ab diesen Montag nehmen sowohl der Landkreis als auch die Familien- und Kinderservicebüros der Städte und Gemeinden zum Anlass, über ihre Arbeit zu informieren. In der Nordwest-Zeitung werden in den kommenden Tagen beispielhaft einige Angebote vorgestellt. „In den Büros wird beraten, betreut und vermittelt, wenn Eltern Bedarf haben“, erzählt der Kreisjugendpfleger. Es gebe eine Liste mit Namen von über 100 Tagespflegepersonen und man würde dann schauen, wer zueinander passen könnte. Eltern würden dann mit der Betreuungskraft Kontakt aufnehmen. Sei man sich sympathisch und stimme das Umfeld, käme ein Betreuungsvertrag zustande.

Mehr als 220 Kinder in der Tagespflege

Gut betreut in Kindertagespflege – so lautet das Motto der Aktionswoche. Im letzten Jahr startete der Bundesverband für Kindertagespflege eine deutschlandweite Aktionswoche, um der Kindertagespflege mehr öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen.

Zum zweiten Mal startet jetzt eine deutschlandweite Aktionswoche zur Kindertagespflege. Sie findet vom 6. bis 12. Mai statt. Initiator ist der Bundesverband für Kindertagespflege, der damit öffentlich machen will, was die Kindertagespflege als gleichwertiges Betreuungsangebot für die frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung leistet.

Die Kindertagespflege wird im Landkreis Wesermarsch ein immer wichtigerer Bestandteil des Angebots für Krippenplätze. Momentan gibt es über 100 genehmigte Tagespflegepersonen im Landkreis, die etwa 220 Mädchen und Jungen betreuen. Das wären 15 Krippengruppen in einer regulären Einrichtung. Angemeldet sind sieben Großtagespflegestellen in unterschiedlicher Form.

Großen Zulauf gibt es auch für die Qualifizierungskurse für Tagespflegepersonen. 160 Stunden müssen die Teilnehmer in diesen Kursen absolvieren.

Die Vermittlung von Kindern an die Tagespflegepersonen wird von den Familien- und Kinderservicebüros in den Städten und Gemeinden organisiert.

Ganz so einfach ist es allerdings nicht. Einige Voraussetzungen sind zu erfüllen. Denn Eltern vertrauen ihre zumeist sehr jungen Kinder einer fremden Person an. Für Kinder unter drei Jahren gibt es einen Anspruch auf Betreuung – und wenn in einer Einrichtung, die in Frage käme, keine solche Betreuung angeboten wird. Die Kindertagespflege insgesamt kann für Mädchen und Jungen bis zu einem Alter von 14 Jahren in Anspruch genommen werden. „Das Kind erlebt den Alltag in einer Familie“, so Peter Büsching-Czerny. Denn Tagesmütter wüssten ja meist auch aus eigener Erfahrung, was Kinder grundsätzlich in welchem Alter bräuchten. Sie würden die Kinder oftmals viele Stunden am Tag begleiten. „Sie bringen viel Erfahrung mit. Auch sind die Kleingruppe und das häusliche Umfeld viel persönlicher“, zählt Peter Büsching-Czerny weitere Vorteile der Kindertagespflege auf.

Eine Tagesmutter ist dabei entweder im eigenen Haushalt oder im Haushalt der Familien tätig. „Das ist auch eine gute Lösung für Eltern, die einen Bedarf haben in ländlicher Region“, so Peter Büsching-Czerny weiter. Die Tätigkeit sollte über einen längeren, möglichst mehrjährigen Zeitraum gehen.

Zur Erteilung der Pflegeerlaubnis müssen ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis und ein Gesundheitsnachweis vorgelegt werden. Außerdem muss eine Haftpflichtversicherung für die Tätigkeit abgeschlossen werden.

Wer nicht über eine pädagogische Ausbildung verfügt, muss in der Regel eine Grundqualifizierung absolvieren. Wer als Tagesmutter arbeiten möchte, muss neben einer gesundheitlichen Eignung über geeignete Räumlichkeiten verfügen, in denen die Kinder adäquat betreut werden können. Tagesmütter müssen darüber hinaus über einen Erste-Hilfe-Kursus-am-Kind verfügen, der nicht älter als zwei Jahre ist.

Wie hoch der Eigenbeitrag der Eltern für öffentlich geförderte Kindertagespflege ist, hängt vom Einkommen der Eltern oder des erziehungsberechtigten Elternteils ab. Dabei wird auch berücksichtigt, wie viele Stunden am Tag oder in der Woche das Kind betreut wird.

Bei der privat finanzierten Kindertagespflege wird die Höhe der Bezahlung zwischen Eltern und der Tagesmutter frei vereinbart. Entscheidend ist dabei, welche Leistungen in dieser Vergütung enthalten sind, beispielsweise die Verpflegung des Kindes.


Weitere Informationen gibt es bei Peter Büsching-Czerny unter Telefon 04401/927262 sowie unter   www.aktionswoche-kindertagespflege.de 
Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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