• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bessere Integration für Mütter mit Kindern

15.02.2019

Wesermarsch AID und KAIM – hinter diesen Abkürzungen stehen zwei Programme, die Müttern und Kindern mit Migrationshintergrund das Ankommen in der Wesermarsch erleichtern wollen. Beide Programme wurden in dieser Woche im Jugendausschuss des Landkreises Wesermarsch vorgestellt. Sie setzen bei ihrer Arbeit an unterschiedlichen Punkten an.

Beim KAIM-Projekt (Kontakt, Austausch, Information für Mütter) besuchen Mütter aus Flüchtlingsfamilien 14-tägig stattfindende Informationstreffen. Ziel ist die Vermeidung von häuslicher Isolation und die Stärkung der Gesundheits- und Erziehungskompetenz der Mütter. Dabei wird eng mit Kindergärten, Jugendämtern sowie Familien- und Kinderservicebüros zusammengearbeitet.

Die regelmäßigen Treffen finden seit 2017 in Brake, Nordenham, Elsfleth und Lemwerder statt. Dabei sind an jedem Standort eine Erzieherin mit Erfahrung im Umgang mit nicht deutschsprachigen Eltern, Tagesmütter und Sprachvermittler. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 80 Termine angeboten. Die meisten Teilnehmer hat die Gruppe in Elsfleth mit 125 Teilnehmerinnen insgesamt. In Brake nahmen 52 Frauen teil, in Nordenham 48 und in Lemwerder 36. Vom Landkreis wird die Maßnahme der Kreisarbeitsgemeinschaft der freien Wohlfahrtspflege in der Wesermarsch mit 43 000 Euro gefördert.

Direkt in den Familien setzen die Hilfen des Projektes AID (Ambulanter Integrationsdiens) an. Es wird von der Johanniter-Unfall-Hilfe, Ortsverband Stedingen, organisiert. Seit 2016 besuchen zwei Mitarbeiterinnen mit medizinischer Ausbildung Flüchtlingsfamilien mit Kindern bis sechs Jahren zu Hause und begleiten sie pädagogisch. Ziel ist die Schaffung förderlicher Entwicklungsbedingungen für Säuglinge und Kleinkinder in den Familien. Dazu gehören auch ganz konkrete Hilfeleistungen wie Begleitung zu Ämtern und Ärzten, Anmeldung bei Krippen und Schulen, Vermittler für Lehrer und Erzieher oder Aufklärung zu Erziehungs- und kulturellen Fragen. Dabei soll das Selbsthilfepotenzial der Familien gestärkt werden.

Seit Projektbeginn habe es einen hohen Bedarf gegeben, erklärte Leiterin Sabine Conrady. Es finde ein regelmäßiger Austausch mit dem Jugendamt des Landkreises statt. Die Begleitung einiger Familien sei abgeschlossen, andere bräuchten dafür mehr Unterstützung. Oft brächen nach der Flucht Traumata bei Familienmitgliedern auf. Der Landkreis fördert das AID-Projekt mit 56 200 Euro pro Jahr. Im Ausschuss für Jugendhilfe wurde für eine Verlängerung dieser Förderung gestimmt.

Friederike Liebscher Berne/Lemwerder / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2321
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.