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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Bildung: Willehad-Schüler forschen eigenständig

08.10.2015

Nordenham „Die Kinder sollen staunen, experimentieren und darüber nachdenken. Die Lehrer sollen sich dabei völlig zurückhalten“, sagt Lehrerin Tatjana Behnke. „Die Kinder erklären sich alles aber auch selber, das ist das Schöne daran“, ergänzt Schulleiterin Elisabeth Tappe. An 20 Stationen in der Pausenhalle und in Schulfluren konnten jetzt zwei Wochen lang während der Pausen die 82 Kinder der fünf Klassen der katholischen St.-Willehad-Grundschule abwechselnd ihrem Forscherdrang folgen.

Um das Interesse der Kinder am Experimentieren zu fördern, sind die Eltern einbezogen worden, indem sie Hilfe bei den Pausenaufsichten leisteten.

Beim „Vasenklang“ zum Beispiel geht es um Versuche mit Wasser. Beim „Blick in die Unendlichkeit“ wird das Auge getäuscht. Beim „Klopfophon“ können Kinder mit Badelatschen auf verschieden lange Plastik-Rohre schlagen und so interessante Klänge erzeugen.

Es handelt sich um drei von insgesamt 52 ExperimentierStationen der sogenannten Miniphänomenta. Die Universität Flensburg und die Nordmetall-Stiftung haben sie auf Initiative des Arbeitgeberverbandes Nordmetall entwickelt.

Die Uni stellt Stationen kostenlos interessierten Schulen zur Verfügung, sofern eine Lehrkraft an einer entsprechenden zweitägigen Fortbildung teilnimmt. Das hat Tatjana Behnke getan. Die 26-Jährige hat an der Universität Oldenburg Mathematik und Sachunterricht studiert und unterrichtet seit Februar an der katholischen Willehad-Grundschule in Nordenham.

Nach den Erfahrungen der Universität Flensburg kommt es bei einer Nutzung der Miniphänomenta in fast allen Fällen zu einer bemerkenswerten Lerntiefe und zu prägenden Erfahrungen. Die Kinder gewinnen die Fähigkeit, eigene Fragen zu formulieren und gemeinsam mit Mitschülern die Antworten zu suchen. Sie erleben die eigene Forschungskompetenz und öffnen sich Problemen aus Natur und Technik.

Die Experimente sollen naturwissenschaftlich-technisch orientierte Interessen der Kinder fördern, die dann von Lehrkräften aufgenommen und zum Unterrichtsgegenstand gemacht werden können.

Wie ist das bei den Willehad-Schülern angekommen? „Zuerst sind die Klassen etwas wuselig auf die Experimentier-Stationen zugegangen, dann aber mit viel Bedacht und auch mit längeren Experimentierphasen“, berichtet Tatjana Behnke.

Die Willehad-Schule hat als bisher einzige Nordenhamer Grundschule das Miniphänomenta-Angebot der Universität Flensburg genutzt. „Damit wird eine offene Unterrichtsform ermöglicht, die Anregungen zum problemlösenden und kreativen Umgang mit Naturwissenschaft und Technik gibt“, sagt Schulleiterin Elisabeth Tappe und fügt hinzu: „Dieses freie Experimentieren trägt zur Einheit von Denken und Handeln bei.“

Grundschullehrerin Tatjana Behnke weist darauf hin, dass die Experimentier-Stationen auch leicht von ungeübten Eltern nachgebaut werden können. Die Willehad-Schule habe dafür viele positive Rückmeldungen von Eltern bekommen.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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