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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Zum Abschluss dürfen Schüler abheben

22.06.2010

BLEXEN Die Neuntklässler von der Hauptschule Am Luisenhof machen kein Geheimnis daraus, dass sie ein wenig Bammel haben. Aber das einmalige Erlebnis wollen sie sich nicht entgehen lassen. Jonah Birkner steigt als erster ins Segelflugzeug. Melih Yildiz, Mehmet Alikoc und Timo Hünnekens schauen gebannt zu, wie die Seilwinde den Flieger packt und mit Respekt einflößender Beschleunigung wie einen Pfeil in die Luft schießt.

Modellflugzeug gebaut

Der Montagnachmittag auf dem Segelflugplatz in Blexen ist für die vier Schüler, die mit ihrem Lehrer Cord Wärner nach Blexen gekommen sind, Abschluss und Höhepunkt ihrer Arbeitsgemeinschaft. Auch Maurice Cordes und Yavuz Köksal haben daran teilgenommen. Seit Oktober vergangenen Jahres haben sie einmal in der Woche bei Premium Aerotec an der Werkbank gestanden. Unter Anleitung der Auszubildenden haben sie ein Modellflugzeug aus Aluminium gebaut – mit Solarzelle und einem kleinen Motor. In einem Segelflugzeug hat noch keiner von ihnen gesessen. Aber um zu verstehen, warum ein Flugzeug fliegt, ist die praktische Erfahrung Gold wert.

Jonah Birkner ist begeistert, als er wieder aussteigt. Gemeinsam mit den Auszubildenden des ersten Lehrjahres wird der Flieger wieder in die Startposition geschoben. Die angehenden Fluggerät- und Verfahrensmachaniker – insgesamt 30 Jugendliche – verbringen zwei Wochen beim Segelflug-Projekt. „Viele schwärmen noch Jahre später davon“, erzählt Ausbilder Thomas Brambosch, der gemeinsam mit drei Kollegen auch als Fluglehrer im Einsatz ist. Seit 36 Jahren gibt es das Projekt für die Auszubildenden im Einswarder Flugzeugwerk. Es findet immer am Ende der ersten Lehrjahres statt. Für viele ist es der Höhepunkt der Ausbildung überhaupt.

Hand in Hand

In der Regel fünf bis zehn Minuten dauern die Rundflüge über Blexen. Die Auszubildenden dürfen das Flugzeug steuern. Der Fluglehrer kann jederzeit korrigierend eingreifen. Damit nichts schief geht, muss auch das Bodenpersonal Hand in Hand arbeiten. „Teamfähigkeit und Sozialkompetenz sind wichtige Voraussetzungen“, erklärt Thomas Brambosch. Vor allem diese Fähigkeiten werden bei dem Projekt geschult,.

In dem Projekt der Auszubildenden geht es nicht nur um das praktische Fliegen. Eine Gruppe baut gemeinsam an einem Modellflugzeug aus Holz. Grundlage ist die Bauzeichnung einer Klemm 25. Eine andere Gruppe ist im Nationalparkhaus-Museum in Fedderwardersiel. Die Auszubildenden beschäftigen sich dort mit Salzwiesen, Kormoranen, Muschelbänken und dem Herstellen von Schildern. Mit dem Beruf des Fluggerätmechanikers hat das auf den ersten Blick nicht viel zu tun. Aber auch hier geht es in erster Linie um Teamfähigkeit und Sozialkompetenz. Und das Gleiche gilt für die Mitglieder der Videogruppe, die das ganze Projekt in Ton und bewegten Bildern dokumentieren.

Die Luisenhofschüler haben einen Eindruck davon bekommen, was sie erwartet, wenn sie bei Premium Aerotec eine Ausbildung beginnen wollen. Mehrere Monate haben sie dort das Sägen, Feilen, Bohren und Biegen von Blechen gelernt, bevor sie in Blexen abheben durften. Die meisten von ihnen sind sich sicher, dass sie sich auf jeden Fall um einen Ausbildungsplatz bei Premium Aerotec bewerben wollen.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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