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NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Zwei neue Müller mahlen in Seefeld

08.05.2017

Seefeld Wenn es darum geht, freiwillige Müller für die Seefelder Mühle zu finden, dann lassen sich die Seefelder nicht lumpen. So wurden am Samstag in der Seefelder Mühle wieder zwei Seefeldern, Detlef Rebentisch und Hans-Georg Basshusen, die Zertifikate überreicht. Zusammen mit neun weiteren Frauen und Männern nahmen sie an der einjährigen Ausbildung in der Volkshochschule Leer und in der Mühle Logabirum teil.

Die neuen Freiwilligen Müller

Seefelder Mühle: Detlef Rebentisch und Hans-Georg Basshusen

Ebkensche Mühle, Barßel: Günter Frerichs

Larrelter Mühle: Alexander Grund

Mühle Berumerfehn: Harald Heeren

Leezdorfer Mühle: Rikus Janssen

Rügenwalder Mühle, Bad Zwischenahn: Yvonne Kruse und Mike Haye

Mühle Neßmersiel: Herbert Freis

Westgaster Mühle, Norden: Monika Wagenaar

Und ohne Mühle: Elke Jürgens

„Es ist eine Freude anzusehen, dass es freiwilliges Engagement gibt, um die Mühlen zu erhalten, damit ineinander läuft, was zueinander gehört“, lobte Bürgermeister Klaus Rübesamen. „Sie alle kümmern sich um ihre Mühlen und halten größeren Schaden von ihnen ab.“ Mit einem „Glück zu“ gratulierte er den Absolventen zu ihrem neuen Amt. „Der Kurs war wieder einmal Spitze“, meinte Ausbilder Jan Eicklenborg von der Mühle Logabirum. Sie haben sehr viel gelernt. Den freiwilligen Müllern gab er mit auf den Weg, sich bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Mühlen zu versichern.

Als Sprecher der neuen Müller fungierte Detlef Rebentisch. Er ließ die Ausbildung noch einmal Revue passieren. „Vor einem Jahr hat alles in der VHS Leer begonnen. 11 Menschen aus den unterschiedlichsten Richtungen erhielten einen dicken Ausbildungsordner.“ Er berichtete, dass beim ersten praktischen Einsatz drei Tonnen Hühnerfutter hergestellt werden sollten. „Einzig der Wind fehlte.“ Also musste die erste Aufgabe gleich verschoben werden. Bei der Prüfung stimmte dann aber alles. „Ich habe gestaunt, mit welch einer Präzision das alte Handwerk gelingt“, sagte Rebentisch.

Die angehenden Müller wuchsen schnell zu einer tollen Gruppe zusammen. Jeder der Teilnehmer arbeitete auf das gemeinsame Ziel hin und einige investierten neben viel Zeit auch bis zu 10 000 Kilometer im Jahr. Etwas Besonderes war es für Rebentisch, dass in der Ausbildungsmühle nur Plattdeutsch gesprochen wurde. „Das war einfach eine besondere Atmosphäre.“ Auch zwei Exkursionen gehörten zu der Ausbildung.

Im Anschluss überreichte Rüdiger Hessling, Vorsitzender der Vereinigung zur Erhaltung von Wind- und Wassermühlen in Bremen und Niedersachsen, den neuen freiwilligen Müllern ihre Zertifikate und einen Mühlenpin zum Anstecken. Mit einer historische Mühlenführung, Kaffee und Kuchen auf der Mühlenterrasse klang die Veranstaltung langsam aus.

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Seefelder Mühle | VHS