• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Bildung

Gymnasium: Zynische und positiv prägende Lehrkräfte

25.05.2013

Brake „Mit Grausen“, sagt Jürgen Reimers, erinnere er sich noch an die Aufnahmeprüfung am Braker Gymnasium zu Ostern 1943. „Mir fehlten bestimmte mathematische Kenntnisse“. Doch „der Benjamin“ dieses Jahrgangs hat anschließend bravourös seinen Weg gemacht. Als Studiendirektor im Ruhestand wird der inzwischen in Stade wohnende Reimers auf dem offiziellen Festakt aus Anlass des 150-jährigen Bestehens des Gymnasiums am Freitag, 7. Juni, für den Abiturjahrgang 1952 die Ansprache halten.

Reimers wird in seiner Rede Grundsätzliches über die damalige „Städtische Oberschule für Jungen“ erzählen, persönliche Erinnerungen aus seiner Schulzeit zum Besten geben und schließlich auf die Kriegs- und Nachkriegszeit zu sprechen kommen. Nicht weniger als 50 Jahre wird er in seiner kurzen Ansprache Revue passieren lassen – und die meisten Zuhörer dadurch anregen, sich mit eigenen Erlebnissen und damaligen oder heutigen Einschätzungen noch einmal zu beschäftigen.

Jürgen Reimers weiß noch genau, dass ihm der erste Klassenlehrer eine „gute charakterliche Haltung“ bescheinigt hat, und dass er im wichtigsten Zeugnisfach „Handschrift“ lediglich die Note „4“ bekommen hat.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den täglichen NWZonline-Newsletter erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

Am 1. März 1945 wurde die Schule dann zum Lazarett umfunktioniert, der (verkürzte) Unterricht fand auf dem Orgelboden der Kirche statt. Am 14. April war dann endgültig Schluss mit dem Unterricht. Erst am 13. Juni 1946 ging es mit dem Unterricht weiter, berichtet Reimers. Mit den gleichen Lehrern.

„Neu waren die Flüchtlinge, für uns 13- bis 14-Jährige eine Bereicherung, für manche Eltern ein Problem“, erzählt Jürgen Reimers. Das Privileg der Flüchtlinge sei das niedrigere Schulgeld gewesen, das erst 1959 endgültig abgeschafft wurde. Neu war außerdem die Schulspeisung – „mit dieser widerlichen Erdnuss-Pampe“, wie Reimers sich erinnert.

Seine zahlreichen Lehrer hat der spätere Kollege in drei Gruppen eingeteilt: Zyniker, die Wunden hinterließen; Lehrer mit „eingeschränkter Fach- sowie fehlender Methoden- und Sozialkompetenz“ (die keinen Schaden angerichtet hätten) und ganz besondere: jener, der prügelte, die menschliche Wärme des Schulleiters, nah am Wasser gebaute und schließlich Studienassessor Götz Hannay. „Wenn uns ein Lehrer im positiven Sinn geprägt hat, dann tat er es“, sagt Jürgen Reimers.

Torsten Wewer Elsfleth / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2322
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.