Stimmungsvoll und informativ – so war der „Züchter-Advent“ auf dem Hof Sosath in Lemwerder. Rund 200 Gäste waren der Einladung gefolgt.
Die stellvertretende Oldenburger Zuchtleiterin und Championatsreiterin, Katrin Burger, referierte zum Thema „Pferdebeurteilung“. In ihrem kurzweiligen Vortrag erklärte sie die verschiedenen Aspekte der Beurteilung und gab jeweils Videobeispiele zu allen Bereichen. Besonders interessant waren solche, die die Entwicklung der einzelnen Pferde – vom Fohlen über die Körung bis zu großen Turnieren – zeigten.
In den Pausen wurden Hengste der Station gezeigt. San Riant und Kardinal wurden dressurmäßig unter dem Sattel präsentiert. An der Hand zeigten sich die älteren Hengste wie Levisonn, Casiro und Cador. Und natürlich durfte auch der Neuzugang, Florenz, nicht fehlen. Nach einem kurzen Videozusammenschnitt der Körung überzeugte er an der Hand.
Nach den Präsentationen kamen die Züchter bei weihnachtlichen Spezialitäten an der Cappuccino-Bar und im Casino ins Gespräch.
Von den 70 Kuchen beim Weihnachtsbasar der evangelischen Kirchengemeinde Lemwerder war am Abend nicht mehr viel übrig. Viel Trubel herrschte Gemeindehaus und im Außenbereich hatten die Mitarbeiter des Bauhofs Planen befestigt, unter denen neben dem geschmückten Weihnachtsbaum Glühwein und Bratwurst genossen werden konnten. Drinnen erwartete die Besucher nicht nur die gemütliche Cafeteria mit Musik des Posaunenchors, sondern auch eine Handarbeits- und Bastelausstellung. Ruth Santos und ihr Kreativ-Team hatten in den vergangenen zwölf Monaten für jede Menge hübscher, handgemachter Geschenkideen gesorgt, von deren Erlös der größte Teil dieses Mal der Mädchenschule in Bangladesch zufließen soll. „Lernen statt schrubben“ lautet das Motto. Auf diese Weise hofft man den Teufelskreis aus Armut und fehlender Bildung zu durchbrechen. „Ein Teil des Geldes wird allerdings in der Gemeinde bleiben, denn auch in Lemwerder gibt es in Not geratene Familien, die dringend etwas Unterstützung gebrauchen können“, erklärte Ruth Santos.
Im Raum nebenan gab es fair gehandelte Produkte des Eine-Welt-Ladens, wo ebenfalls mit den Erlösen Gutes getan wird – jedoch auf einem anderen Erdteil. Wie schon zuvor möchten Christel Krapp-Heckers und ihre Mitstreiterinnen weiterhin ein Dorf in Togo unterstützen. Mit dem Geld können vor Ort Schulbänke gefertigt werden, die zudem für Arbeit in der armen Region sorgen. Die vor Ort gefertigten Dinge behandelt man dort wesentlich pfleglicher, ist die Erfahrung.
Natürlich weiß Christel Krapp-Heckers, dass mit den Erlösen keine großen Sprünge gemacht werden können, doch sie hält sich dabei ganz an Mutter Teresas Worte: Wer ein Kind rettet, rettet die Welt. Darüber, dass der Eine-Welt-Laden in Lemwerder immer mehr Zuspruch findet, freut sie sich. „Allmählich fassen die Leute Vertrauen, denn bei uns verschwindet wirklich nichts in dunklen Kanälen. Der fair gehandelte Kaffee ist von besonders milder Röstung und die Kaschmirschals, mit deren Herstellung Frauen ihre Familien ernähren können, sind sogar weitaus preiswerter als im normalen Handel üblich.“
Zum letzten Bingo des Jahres lud die SPD am Sonntag ausnahmsweise in die Begu ein. Nach dem Brandschaden in der Ernst-Rodiek-Halle waren die Veranstalter froh, spontan auf den Saal der Begegnungsstätte ausweichen zu können. 45 Teilnehmer hatten sich eingefunden, um bei Moderator Andreas Jabs und Zahlenfee Annemarie Herrendorf, die routiniert die Nummern zog, ihr Glück zu versuchen.
Und das lohnte sich am Sonntag besonders. Neben unterschiedlichen Haushaltsgeräten und Geldpreisen beim „Stehbingo“ gab es zum Jahresabschluss zehn kulinarische Sonderpreise, an deren Verlosung jeder Bingoschein teilnehmen konnte.
Erna Liebert gehörte mit zu den ersten Glückspilzen, die auf ihrem Bingo-Los die richtigen Zahlenreihen hatte und einen Gewinn aussuchen durfte. Doch neben der Gewinnchance zählte an diesem Nachmittag das Beisammensein. Mit Kaffee und Butterstollen wurde für das leibliche Wohl der Teilnehmer gesorgt, so dass niemand hungrig seine Zahlen im Auge behalten musste.
