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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

73 Mutige waren erste Lebensretter

25.11.2009

BARDENFLETH Am Anfang stand ein Brief. „Der flatterte im Jahr 1969 bei Hans-Udo Arndt ins Haus und kam vom Kreisbeauftragten der Johanniter in der Wesermarsch“, erinnert sich Dieter Liedtke, Vorsitzender der Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH) Stedingen.

„In dem Brief wurde der Aufbau eines Rettungsdienstes in der südlichen Wesermarsch angeregt. Die Krankenversorgung war hier schwierig.“ Als bei einem Betriebsunfall auf einer Werft ein Verletzter eineinhalb Stunden auf Hilfe warten musste, stand die Entscheidung für den Rettungsdienst.

Bulli für 10 000 Mark

Den Grundstock für die JUH bildete eine Jugendgruppe des CVJM in Lemwerder. „Schon bei der ersten Versammlung in der Grundschule Ganspe im Jahr 1969 fanden sich 25 Personen, die aktiv mitmachen wollten“, erzählt Liedtke. „Wir begannen mit der Ausbildung, bei Helmut Waldert, und schon im Herbst des selben Jahres hatten wir 73 Helfer.“

Was die Retter noch nicht hatten, war eine eigene Wachstation. „Unser Rettungswagen, gekauft von zusammengebettelten 10 000 Mark direkt bei VW, parkte zunächst immer bei einem von uns beim Haus“, so Liedtke. Heute koste ein Rettungswagen 120 000 Euro. „Unserer war damals zuerst noch olivgrün.“

Im Jahr 1972 ging es für die Johanniter einen großen Schritt voran. Sie errichteten ihre Rettungsstelle in einer ehemaligen Bäckerei in Bardenfleth. „Damit wurde einiges einfacher. Es gab ein Dienstzimmer mit einem Bett, Telefon und einer kleinen Küche.“

Den Telefondienst übernahm zum größten Teil Friedrich Rehbein, der als „Friedrich 01“ bald in der ganzen Wesermarsch bekannt war. Auch die ersten Zivildienstleistenden begannen ihren Dienst 1972. „Wir sind stetig gewachsen“, erzählt Liedtke.

Einen großen Einschnitt gab es dann in den 90er Jahren. „Da trat das 1. Rettungsdienstgesetz in Niedersachsen in Kraft. Seitdem arbeiten im Rettungsdienst vor allem hauptamtliche Kräfte. „Wir arbeiten mittlerweile mit 60 Vollzeit-Mitarbeitern wie in einem mittelständischen Betrieb“ erklärte Alexander Jüptner, Dienststellenleiter der JUH-Stedingen in Lemwerder. Aber auch ehrenamtliche Mitarbeiter wären noch an Bord.

Mit allen zusammen feiern die Johanniter am Sonnabend, 28. November, ihre 40-jährige Geschichte. Eingeladen sind dazu alle Ehrenamtlichen, das erste versorgte Unfallopfer im Dezember 1969 und viele Gäste. Beginn der Veranstaltung ist in der Gaststätte Schütte in Ganspe um 18 Uhr.

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