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VERSAMMLUNG: Auch die Feuerwehren müssen verzichten

02.10.2006

RODENKIRCHEN Die Wehren sorgen sich um den Zustand zweier Mannschaftstransportfahrzeuge. Die Ersatzbeschaffung hat die Gemeinde vertagt.

von jochen eilers RODENKIRCHEN - Die Freiwilligen Feuerwehren in der Gemeinde Stadland sind derzeit gut ausgerüstet. Diese Bilanz zog am vergangenen Freitag Stadlands stellvertretender Gemeindebrandmeister Detlef Hans bei einer Gemeindefeuerwehrversammlung im Rodenkircher Gerätehaus trotz zweier Wermutstropfen: Die beiden Mannschaftstransportfahrzeuge der Wehren Rodenkirchen und Seefeld seien in die Jahre (18,5 Jahre) gekommen und entsprächen nicht mehr den Anforderungen.

Nach Aussagen von Detlef Hans sei in den beiden Fahrzeugen die Sicherheit der Insassen nicht mehr gegeben. Gerade wenn Jugendliche mit den Wagen gefahren würden, möchte er dafür nicht die Verantwortung übernehmen. Wegen der knappen Haushaltsmittel hatte der Gemeinderat jedoch entschieden, die Fahrzeuge durch teilweise auch teure Reparaturen wieder fit machen zu lassen.

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Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold machte in seinen Grußworten den rund 80 Feuerwehrleuten aus Rodenkirchen, Schwei, Seefeld und Reitland jedoch unmissverständlich klar, dass die Gemeinde sich derzeit neue Mannschaftsbusse nicht leisten kann und die Ersatzbeschaffung um zwei Jahre verschoben hat. Auch die Feuerwehren müssten verstehen, dass die Gemeinde kein Geld habe und sich dieser Wahrheit beugen.

Der Bedarf sei vom Gemeinderat und der Verwaltung durchaus erkannt worden und er hoffe, dass dennoch bald eine Möglichkeit gefunden wird, zwei neue Fahrzeuge anzuschaffen. Wenn es auch einmal ein Jahr länger gedauert hat, so habe die Feuerwehr schließlich immer die wichtigen Dinge bekommen, so Boris Schierhold. Die von der Gemeinde in den vergangenen fünf Jahren vorgenommenen Streichungen seien zudem erst der Anfang gewesen.

Ein weiteres wichtiges Thema war für die Stadlander Feuerwehren die Bezuschussung von Führerscheinen. Mit den heutigen Führerscheinen dürften die jungen Feuerwehrleute nicht einmal mehr die Siebeneinhalbtonnen-Fahrzeuge fahren. Derzeit sei das noch kein gravierendes Problem, aber die Gemeinde müsse hier Gas geben, so Detlef Hans. In spätestens zehn Jahren würden die Fahrzeuge nicht mehr ausrücken, weil niemand sie fahren dürfe.

In anderen Gemeinden laufe die Bezuschussung mittlerweile ganz gut, berichtete auch Vizekreisbrandmeister Heiko Basshusen. Allerdings werde es dort unterschiedlich gehandhabt – teilweise wird der Führerschein ganz bezahlt und teilweise nur bezuschusst.

Detlef Hans dankte der Gemeinde aber für die Ersatzbeschaffungen, die die Feuerwehren in diesem Jahr erhalten haben. So wurde ein neues Einsatzleitfahrzeug mit Zusatzbeladung angeschafft und in Rodenkirchen stationiert. Auch wurden eine Kettensäge und mittlerweile 58 neue Einsatzhosen für Atemschutzgeräteträger eingekauft. Zudem konnten zwei 27 Jahre alte und defekte Stromerzeuger ausgetauscht werden sowie die Feuerwehr Seefeld einen Sprungretter anschaffen. Auch wurden die Feuerwehren in Stadland mit zwei Funkgeräten durch den II. Oldenburgischen Deichband ausgerüstet.

Klaus Klinkenberg zum Ehrenortsbrandmeister der Schweier Wehr ernannt

Einige Ehrungen wurden während der Gemeindefeuerwehrversammlung vorgenommen. Stadlands Bürgermeister Boris Schierhold ernannte Klaus Klinkenberg zum Ehrenortsbrandmeister der Feuerwehr Schwei, deren Leiter er 22 Jahre war. Zudem war er auch jahrelang stellvertretender Gemeindebrandmeister und fünf Jahre Vorsitzender des Feuerwehrausschusses im Gemeinderat. Ebenfalls ausgezeichnet wurde Erwin Meyer. Der Rodenkircher erhielt vom stellvertretenden Kreisbrandmeister Heiko Basshusen die Ehrennadel des Oldenburgischen Feuerwehrverbandes in Silber. Meyer war 25 Kassenführer des Kreisfeuerwehrverbandes Wesermarsch, viele Jahre Kreisausbildungsleiter sowie in Rodenkirchen lange Zeit stellvertretenden Ortsbrandmeister und schließlich auch Feuerwehrchef. Weitere Ehrungen für langjährige Zugehörigkeiten zur Feuerwehr erhielten Jörg Schwarting aus Seefeld (zehn Jahre) sowie die Rodenkircher Feuerwehrleute Detlef Hans (25 Jahre), Klaus-Dieter Lisson (40 Jahre) und der ehemalige Gemeinde- und

Ortsbrandmeister Gerd Rohde (50 Jahre).

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