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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Auch fürs Gruseln gelten klare Regeln

31.10.2013
Frage: Frau Rieken, in Nordenham klingeln Kinder und Jugendliche wie andernorts an diesem Donnerstag an Haustüren und bitten um Süßes. Ist Halloween aus Sicht der Polizei eine Spaß-Veranstaltung oder gibt es eine Tendenz zu Straftaten?
Anke Rieken: Ein Brennpunktthema ist Halloween aus polizeilicher Sicht in unserem Bereich bislang nicht. Wir gehen davon aus, dass es auch weiterhin friedlich bleibt.
Frage: Haben Anwohner schon mal die Polizei gerufen aus Angst vor gruseligen Gestalten?
Anke Rieken: Vereinzelt ist dies schon vorgekommen. Sicherlich muss niemand die Polizei rufen, wenn an diesem Abend Kinder an der Haustür schellen und nach Süßigkeiten fragen. Keiner muss es allerdings hinnehmen, massiv beleidigt oder bedroht zu werden.
Frage: Gesprengte Briefkästen, mit Eier beworfene Wände und Sturmklingeln oder abgebrannte Böller: Hat es in der nördlichen Wesermarsch solche oder ähnliche Fälle an Halloween bereits gegeben? Welche Vorkommnisse registriert die Polizei in der Regel an Halloween?
Anke Rieken: In den Vorjahren liefen die meisten der Halloween-Abende friedlich und ohne Zwischenfälle ab. Es gab aber auch Vorkommnisse, bei denen Polizeibeamte einschreiten und Strafanzeigen fertigen mussten. Dabei handelte es sich beispielsweise um Schmierereien mit Lebensmitteln. Die Polizei appelliert deshalb an die Vernunft der kleinen Geister, die Scherze nicht zu übertreiben.
Frage: Wie bewertet die Polizei den aus den USA importierten Brauch und dessen Auswirkungen?
Anke Rieken: Wenn Kinder an einem Abend im Jahr verkleidet an der Haustür nach Bonbons fragen, stellt dies kein Sicherheitsrisiko für unser Land dar.
Frage: Wo ziehen Sie die Grenze des Zumutbaren bei Streichen von Kindern und Jugendlichen?
Anke Rieken: Spätestens dann, wenn Häuserwände beschmiert werden, ist die Grenze eines „Scherzes“ deutlich
überschritten.
Frage: Welche Taten sind strafrechtlich relevant? Mit welchen Folgen müssen Jugendliche bei Sachbeschädigung oder Belästigung rechnen?
Anke Rieken: Wir weisen darauf hin, dass wir Straftaten wie Sachbeschädigungen konsequent verfolgen werden. Junge Menschen, die auf nächtlicher Zerstörungstour mit Freunden erwischt werden, können wegen gemeinschaftlicher Sachbeschädigung angezeigt werden. In jedem Fall bedeutet das mindestens eine Geldstrafe, hinzu kommt noch die Schadenswiedergutmachung. Ein Halloween-Streich kann also ziemlich teuer werden und zwar auch für denjenigen, der nur dabei war.
Frage: Was raten Sie Eltern, wie sie mit dem Thema Halloween umgehen? Sollten Eltern mit ihren Kindern vorher besprechen, was erlaubt ist und was nicht?
Anke Rieken: Unbedingt. Um zu verhindern, dass Jugendliche über das Ziel hinausschießen, setzen wir auf die Vernunft der kleinen Geister und bitten die Eltern ausdrücklich, ihren Kindern vorab noch einmal zu erklären, wo der Spaß zu Ende ist, damit es für alle eine fröhliche Halloweennacht wird.
Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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