• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Auf den Spuren des vergessenen Dorfes Linebrok

29.04.2009

NEUENFELDE Ein vergessenes Dorf, eine verschollene Burg, eine zerstörte Kirche? Dass es die Siedlung Linebrok (heutiges Areal „Neuenbroker Feld“) im 13. Jahrhundert gegeben hat, bestätigen viele historische Dokumente in diversen Archiven. Aber wo bloß sind heute noch Hinweise auf die frühere Existenz zu finden?

Wer Spuren sucht und genau hinschaut, der wird auch fündig. Das bestätigte der Moorriemer Gästeführer Gerold Maas, der gemeinsam mit einer Gruppe historisch interessierter Mitbürger nach der theoretischen Einführung in das Thema beim Neuenfelder Bürgerhaus zur Linebrok-Exkursion aufbrach.

Der Geschichte nach soll die Burg Linebrok einer der am besten befestigten friesischen Häuptlingssitze in der Wesermarsch gewesen sein. Die Wesermarsch war von den Friesen 800 n. Chr. besiedelt worden, der Stammsitz einer der mächtigsten friesischen Häuptlingsfamilien mit Namen „Haio“ soll sich ab dem 11. Jahrhundert im Gebiet der heutigen Watkenstraße befunden haben, mit viel Fantasie kann man den verbliebenen kleinen Hügel dort als Indiz für die Existenz dieser Burg vermuten.

Nördlich des Oldenbroker Feldhauses an der Alten Liene deutet ein Hügel, zirka 20 mal 20 Meter, auf die verschollene Linebroker Kirche hin. Gerold Maas: „In den Jahren wurde von diesem Hügel immer wieder Kleierde abgefahren, es blieb eine Erhöhung von nur etwa 1,50 Meter.“

Als Folge kriegerischer Zwiste mit den Bremer Kaufleuten wurden sowohl Burg und Kirche als auch Linebroker Bürgerhäuser Mitte des 15. Jahrhunderts in Schutt und Asche gelegt. Skelettreste der Linebroker Bürger kamen bei einer Ausgrabung zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu Tage. Weiter berichten die Archive, dass die Neuenbroker den Brand von Burg und Kirche nutzten, um die Kirchenglocke zu stehlen. Aus den übrig gebliebenen Steinen von Burg und Kirche soll angeblich die Burg in Ovelgönne gebaut sein. Der noch heute vorhandene Taufstein in der Neuenbroker St. Nikolaikirche soll ebenfalls aus der Linebroker Kirche stammen.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.