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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Mediziner kümmern sich künftig auch um Gefäße

26.02.2018

Brake Das Braker St.-Bernhard-Hospital erweitert sein medizinisches Spektrum: Mit Dr. Christoph Wilmanns wurde ein neuer Leitender Oberarzt gefunden, der eine eigene Abteilung für Gefäßchirurgie aufbauen will. Noch ist dieser Fachbereich, den es bisher nicht in Brake gab, der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie angegliedert.

Dessen Chefarzt, der Ärztliche Direktor des Krankenhauses Dr. Jan Henrik Herrfurth, hebt die Vorzüge der Erweiterung für die Patienten hervor: Diese mussten bei Eingriffen an Blutgefäßen bisher in andere Krankenhäuser verlegt werden. So mussten Dialyse-Patienten der Praxis für Nephrologie und Dialyse bisher zum Legen eines Zugangs nach Bremen, für andere Operationen nach Varel oder Oldenburg transportiert werden. „Das bedeutet eine erhebliche Erleichterung für unsere Patienten“, betont Geschäftsführer Ingo Penner.

Künftig kann zumindest die gesamte Diagnostik in Brake erfolgen – und eine Vielzahl an Behandlungen. Zum operativen Spektrum gehören das Entfernen krankhafter Krampfadern, die Wiederherstellung einer freien Durchgängigkeit der Halsschlagader sowie der Arterien an Armen und Beinen und die Anlage eines Bypasses.

Für das „dritte Standbein unserer Chirurgie“ sei viel Logistik notwendig, berichtet Geschäftsführer Ingo Penner. Instrumentarium und Material sind bereits angeschafft, ein spezielles Ultraschall- sowie ein Röntgengerät bestellt. 300 000 Euro werden so zunächst investiert.

Weitere Investitionen dürften folgen, wenn die Abteilung sich etabliert hat. So sollen die notwendigen medizinischen Eingriffe später einmal in einem vierten, noch zu bauenden Operations-Saal erfolgen. Aber auch die Einbindung des ganz neuen Spektrums in die Pflege muss bewerkstelligt werden.

Investiert werde aber auch in weiteres Personal, so Penner. Wilmanns sieht in der Ausbildung von Assistenzärzten nach der Patientenversorgung den zweiten Schwerpunkt seiner Arbeit. Das „Braker Modell“ mit der praxisnahen Ausbildung hat sich mittlerweile einen Namen gemacht und lockt immer wieder Mediziner an das Haus der Grund- und Regelversorgung – auch von größeren Häusern.

An solchen hat auch der 57-jährige Wilmanns bisher gearbeitet, zuletzt in Solingen und Limburg an der Lahn. Und auch wenn er in Heidelberg und Freiburg studiert hat, fühlt sich der „Musikvernarrte“ und leidenschaftliche Geigenspieler als „Nordmensch“. Die Möglichkeit, an einem Krankenhaus in einer führenden Position eine neue Abteilung aufzubauen, war die Motivation für den Wechsel nach Brake. Zweimal wöchentlich dienstags und freitags hält Wilmanns künftig Sprechstunden nach Vereinbarung ab. Zudem können jetzt auch gefäßchirurgische Notfälle im Krankenhaus behandelt werden.

Markus Minten
Redaktionsleitung Brake
Redaktion Brake
Tel:
04401 9988 2301

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