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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Statistik I: Zahl der Einbrüche deutlich gesunken

10.03.2018

Brake Auch wenn das Bauchgefühl mitunter etwas anderes sagt: In der südlichen Wesermarsch lebt es sich sicher. Die Zahl der Straftaten ist im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Brake (mit Elsfleth, Ovelgönne, Berne und Lemwerder) im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Die Aufklärungsquote ging zwar ebenfalls zurück, aber nur leicht auf 64,07 – und ist damit innerhalb der Polizeidirektion Oldenburg immer noch überdurchschnittlich hoch. Das Ziel einer Aufklärungsquote von mehr als 60 Prozent sei damit das dritte Jahr in Folge erreicht worden, sprach Kommissariatsleiter Klaus Lücke seinen Kollegen ein Lob aus. Sein Ziel: Diese Werte ebenso zu halten wie die Präsenz der Polizei und den Kontakt zu den Bürgern.

„Die Wahrscheinlichkeit, Opfer einer Straftat zu werden, ist somit weiter gesunken“, resümierte Markus Scharf, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch bei der Vorstellung der Kriminalstatistik 2017 in Brake.

Straftaten

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Für Kommissariatsleiter Klaus Lücke ist 2017 gar eine „Schallmauer durchbrochen“ worden: Erstmals wurden weniger als 2000 angezeigt, ganz genau waren es 1962. Aufgeklärt werden konnten davon 1257.

Rohheitsdelikte

Besonders hoch ist mit 94 Prozent die Aufklärungsquote im Bereich der Rohheitsdelikte wie Körperverletzungen und Raub. 299 Straftaten wurden 2017 gezählt, 15 weniger als im Jahr zuvor. Insbesondere vor einem Raub muss man in der Wesermarsch kaum Angst haben: Sechs Taten wurden 2017 angezeigt, ein Jahr zuvor waren es zehn.

Körperverletzungen

Deutlich höher liegt die Zahl der Körperverletzungen. Von 208 Taten wurden 198 aufgeklärt, auch weil Opfer und Täter sich oft kennen. Allein 19 Anzeigen entfielen auf eine Massenschlägerei zwischen Angehörigen zweier ausländischer Familien in der Braker Kirchenstraße im Fe-bruar. „Da ist jetzt aber Frieden eingekehrt“, betonte Knut Matthiesen, Leiter des Kriminal- und Ermittlungsdienstes beim Polizeikommissariat.

Diebstahl

Deutlich geringer ist der Ermittlungserfolg bei Diebstahlsdelikten, auch weil die schwer aufzuklärenden Fahrraddiebstähle (lediglich 8 Prozent Aufklärungsquote) die Statistik nach unten zieht. Ein knappes Drittel aller 610 Diebstähle konnte geklärt werden, bei den Rädern nur 12 von 145. Auffällig: E-Bikes werden kaum gestohlen. Die hochwertigen Räder würden offenbar besser gesichert, meint Matthiesen.

Einbrüche

Von Einbrüchen in Wohnräumen konnte nur jeder fünfte (20,5 Prozent) aufgeklärt werden. In absoluten Zahlen bewegt sich dieses Delikt aber auf historisch niedrigem Niveau: 39 Taten wurden angezeigt, deutlich weniger als in den Vorjahren, in denen es stets zwischen 70 und 90 waren. Wachsame Nachbarn, aber auch die Zunahme technischer Sicherungen in Privathäusern dürfte für diese Entwicklung mit verantwortlich sein, aber auch ein Ermittlungserfolg in Lemwerder mit gleich mehreren Taten. „Gut für das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung“, sei diese Entwicklung, meint Klaus Lücke. Ein Grund für den polizeilichen Erfolg sieht der Kommissariatsleiter im „guten Austausch mit den Bürgern“.

Täter

984 Tatverdächtige hat die Polizei im Vorjahr ermittelt. Der überwiegende Teil (787) waren Erwachsene, 98 Heranwachsende (18 bis 21 Jahre). 10 Prozent waren allerdings unter 18 Jahre alt: 67 Jugendliche und 32 Kinder konnte die Polizei ermitteln. Gegenüber 2007 hat sich deren Anteil mehr als halbiert. Für Knut Matthiesen ist der Rückgang der Zahlen ein Zeichen für die gute Präventionsarbeit an Schulen. „Das hat sich absolut gelohnt.“ Dieser Einsatz vor Ort ist für ihn andererseits auch ein Grund dafür, dass es bei Kindern in absoluten Zahlen tendenziell einen Anstieg gibt: „Es werden mehr Delikte zur Anzeige gebracht.“ Auch ohne strafrechtliche Folgen für die Kinder, habe das einen Abschreckungseffekt.

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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