• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Vorsorge für den Katastrophenfall

19.07.2019

Brake /Wesermarsch Das Bewusstsein der Menschen für Gefahren durch Sturmfluten und Hochwasser ist in der Wesermarsch vorhanden. So fasste Dr. Helge Bormann, Projektleiter von der Jade Hochschule, eines der Ergebnisse des Projektes FRAMES zusammen. Ein weiteres ist weniger erfreulich: Die Bereitschaft, selber vorzusorgen, ist deutlich weniger ausgeprägt. Hier sehen viele vor allem den Staat in der Pflicht.

In dem mit Mitteln der EU geförderten Projekt, dessen Abkürzung für (Flood Resilient Areas by Multi-LayEred Safety, übersetzt: Hochwasserschutz durch Mehrebenensicherheit) steht, arbeiten seit 2016 und noch bis 2020 Partner aus fünf Ländern an der Verbesserung des Hochwasserschutzes. Die Wesermarsch ist eine der 13 Pilotregionen. Auf seiner Sommerreise hat sich Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Donnerstag über das Forschungsvorhaben informiert, das diese Herausforderungen für Katastrophen- und Hochwasserschutz thematisiert. Sein Fazit: „Es spricht viel dafür, das fortzusetzen.“

Das werde der Landkreis auch tun, sicherte Landrat Thomas Brückmann zu. Und Matthias Wenholt, als Dezernent auch für den Katastrophenschutz zuständig, gab auch schon die Richtung vor: „Wie evakuieren wir in einem Katastrophenfall die Vielzahl der Pflegeeinrichtungen?“ Er verwies auf oft fehlende Notstromversorgung und viele Beatmungspatienten. „Das ist eine flächendeckende Aufgabe“, sprang ihm Pistorius bei, „aus regional ganz unterschiedlichen Gründen.“ Auch die Hilfsorganisationen selbst hätten dafür keine Lösung, betonte Wenholt. Nur eines sei klar: „Das würde im Katastrophenfall ganz viele Kapazitäten binden.“

Auch ein konkretes, positives Ergebnis von FRAMES benannte der Dezernent: Man sei in einen Diskurs mit der Landwirtschaft getreten. Da es im Katastrophenfall unmöglich sei, das Vieh zu evakuieren, machten sich Landwirte zunehmend Gedanken und investierten in die Notstromversorgung.

„Der Ansatz dieses Forschungsprojektes stellt einen wichtigen Baustein für die vielen beteiligten Stellen am Hochwasser-, Katastrophen- und Küstenschutz dar, um den Auswirkungen des Klima-wandels begegnen zu können“, sagte Pistorius.

Der Innenminister überzeugte sich in der Feuerwehrtechnischen Zentrale auch davon, dass die Investitionen von mehr als einer Million Euro in die Atemschutzwerkstatt, die Atemschutzübungsstrecke, die Schlauchpflege und allgemeine Baumaßnahmen gut angelegtes Geld für die Aus- und Fortbildung der Feuerwehren im Landkreis Wesermarsch sind.

Kreisbrandmeister Heiko Basshusen gab dem Minister aber auch noch einige Themen mit auf dem Weg: Schiffsbrandbekämpfung, Wasserversorgung im Braker Hafen und Umgang mit der Notfallversorgung, die zu Hochzeiten der Flüchtlingskrise angeschafft und benötigt wurden, für die nun aber vernünftige Lagerkapazitäten und Verlegemöglichkeiten fehlen. Pistorius lud zu einem Gespräch in Hannover ein, um über Details zu sprechen.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
Rufen Sie mich an:
04401 9988 2301
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.