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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Wesertunnel: Da kommt was auf die Fähren zu

30.06.2017

Nordenham /Wesermarsch Noch herrscht Ruhe vor dem Sturm. Aber viele Pendler, die mit dem Auto auf die andere Weserseite gelangen müssen, denken schon jetzt mit Grausen an die nächste Woche. Ab Montag, 3. Juli, ist die Südröhre des Wesertunnels für den Verkehr gesperrt. Grund sind die Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 437, die einen neuen Fahrbahnbelag bekommt. Voraussichtlich für einen Zeitraum von elf Tagen bleibt dann nur die Möglichkeit, einen langen Umweg über Bremen in Kauf zu nehmen oder mit einem Fährschiff an das Ostufer überzusetzen. Angesichts der Erfahrungen, die sie während der Tunnelsperrung im Zuge der ersten Bauphase der B-437-Sanierung gemacht haben, rechnen die Fährgesellschaften mit einem riesigen Andrang an den fünf Anlegern in der Wesermarsch.

Als es vom 13. bis zum 23. Juni kein Durchkommen in der Nordröhre des Tunnels gab, wichen die Verkehrsteilnehmer vor allem auf die Fährlinien Bremerhaven/Blexen und Sandstedt/Golzwarden aus. In der Folge kam es zu kilometerlangen Staus und mehrstündigen Wartezeiten. „Das waren Extremsituationen“, beschreibt Jürgen Wißmann, Prokurist der Weserfähre GmbH, die Zustände am Anleger in Bremerhaven. Er hat die Hoffnung, dass es diesmal nicht ganz so dramatisch wird, weil inzwischen die Ferien begonnen haben und sich viele Berufspendler im Urlaub befinden.

Zweite Bauphase schneller als geplant abgeschlossen +++ Letzter Abschnitt folgt am 3. Juli

Auf der anderen Weserseite ist die am vergangenen Sonnabend begonnene zweite Phase der Sanierungsarbeiten an der Bundesstraße 437 schneller abgelaufen als erwartet. Nach Angaben des stellvertretenden Geschäftsbereichsleiters der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Oldenburg, Frank Zielesny, wird die B 437 zwischen Dedesdorf und Stotel bereits an diesem Freitag um 21 Uhr wieder freigegeben. Zunächst war die Straßensperrung bis Sonnabend,1. Juli, vorgesehen.

Die Arbeiten am dritten und letzten Bauabschnitt starten am Montag, 3. Juli. Dafür ist eine Sperrung der Südröhre des Wesertunnels erforderlich. Ab 5.30 Uhr können Autofahrer den Tunnel nicht mehr nutzen, um auf die östliche Weserseite zu gelangen. Die zum Westufer führende Nordröhre steht uneingeschränkt zur Verfügung.

Am Donnerstag, 13. Juli, sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Witterungsbedingte Verzögerungen sind jedoch möglich. Die gesamte Sanierungsstrecke des B-437-Teilstücks zwischen Havendorf und Stotel hat eine Länge von 9,2 Kilometern.

Andererseits halten sich jetzt in Butjadingen zahlreiche Touristen auf, die gerne einen Tagesausflug nach Bremerhaven unternehmen. Dieser Klientel legt Jürgen Wißmann nahe, das Auto in Blexen stehen zu lassen und die Fähre zu Fuß zu nehmen.

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Der Prokurist räumt ein, dass die Weserfähre GmbH den Andrang in den Abendstunden und an den Wochenenden unterschätzt hatte. „Darauf sind wir jetzt besser vorbereitet“, sagt Jürgen Wißmann mit einem Hinweis auf den deutlich erweiterten Rund-um-die-Uhr-Fahrplan. Bei Bedarf sollen auch abends zwei Schiffe im Pendelverkehr fahren. Zudem kümmern sich Einweiser darum, dass die Autos und Lastwagen in geordneten Bahnen auf die Fähren rollen. Um den Mehraufwand wuppen zu können, hat die Gesellschaft zusätzliches Personal eingestellt, Mitarbeiter aus dem Urlaub geholt und Pensionäre reaktiviert. Seinen Leuten spricht er ein dickes Lob aus: „Die Kollegen machen alles möglich, was möglich ist.“

Auch in den anderen Fährgesellschaften sind die Chefs froh, dass ihre Mitarbeiter dem enormen Stress getrotzt und zuverlässig ihren Job gemacht haben. Andreas Bettray, Geschäftsführer der Fähren Bremen-Stedingen (FBS) GmbH, hat sogar zum Dank für „diese außergewöhnliche Leistung“ alle Beschäftigten mitsamt Familien zu einem Grillfest eingeladen. Die Auslastung der drei FBS-Linien ist nach seinen Angaben während der Tunnelsperrung um 40 bis 50 Prozent gestiegen. Dadurch konnte die Fährgesellschaft auch Werbung in eigener Sache machen und viele neue Kunden gewinnen. Andreas Bettray sieht sein Team „gut gerüstet“ für die nächste Extremphase.

Kaum Zeit zum Durchatmen hatte die Besatzung der „Kleinensiel“, die zwischen Golzwarden und Sandstedt pendelt, während der ersten Tunnelsperrung. Kapitän und Geschäftsführer Peter Schultze berichtet, dass die Wartezeit an manchen Tagen bis zu fünf Stunden betragen hat. „Die Überlastung war einfach da“, sagt er und ahnt, dass es ab nächsten Montag ähnlich sein wird. „Wir tun unser Bestes“, betont Peter Schultze, „mehr geht nicht.“ Ab Blexen: Auf der Linie Blexen/Bremerhaven sind zwei Schiffe mit einer Kapazität von jeweils 40 Personenwagen im Einsatz. Bei Lastwagen an Bord ist zu berücksichtigen, dass sie in etwa den Platz von drei Autos in Anspruch nehmen. Werktags fahren die „Nordenham“ und die „Bremerhaven“ ab 5 Uhr im 20-minütigen Pendelverkehr. Die Linie wird rund um die Uhr bedient. Nachts richten sich die Abfahrtzeiten nach dem Verkehrsaufkommen. Eine Einzelkarte für einen Personenwagen mit Fahrer kostet 5,80 Euro, eine Zehnerkarte 43 Euro. Telefon  0471/3003600

Ab Golzwarden: Die Fähre „Kleinensiel“ verkehrt zwischen Golzwarden und Sandstedt normalerweise im 20- beziehungsweise 30-Minutentakt. Während der Tunnelsperrung aber pendelt sie tagsüber im Dauereinsatz mit etwa neun Abfahrten pro Stunde. Das Fährlinie wird 24 Stunden bedient. Nachts richten sich die Zeiten zunächst nach dem Fahrplan und darüber hinaus nach dem Bedarf. Betreiberin ist die Schnellfähre Brake-Sandstedt (SBS) GmbH. Eine Einzelkarte für einen Personenwagen mit Fahrer kostet 4,30 Euro, eine Zehnerkarte 26,60 Euro.
Telefon   04401/700424

Ab Berne, Motzen oder Lemwerder: Die Fähren Bremen-Stedingen (FBS) GmbH betreibt drei Linien im Süden der Wesermarsch. Während der Sperrung der Wesertunnel-Südröhre sind zwischen Berne und Farge zwei FBS-Schiffe im Einsatz. Sie fahren tagsüber im Zehn-Minutentakt. Nachts wird je nach Bedarf über die Fahrplanzeiten hinaus ein Pendelverkehr eingerichtet. Das Gleiche gilt für die Linie zwischen Lemwerder und Vegesack. Dort sind ebenfalls zwei Schiffe unterwegs. Auf der Linie Motzen/Blumenthal setzt die FBS nur eine Fähre ein. Sie fährt im 15-Minuten-Takt. Eine Einzelkarte für einen Personenwagen mit Fahrer Telefon kostet 4 Euro, eine Zehnerkarte € 28 Euro. Die Preise sind auf allen drei FBS-Linien gleich.
Telefon  0421/690369


     www.weserfaehre.de 
     weser-faehre.de 
     www.faehren-bremen.de 
Norbert Hartfil Redaktionsleitung Nordenham / Redaktion Nordenham
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