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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Brandschutz: Löschdrachen lassen nichts anbrennen

08.02.2018

Eckwarden Aufstellen in Zweierreihen, dann im Gänsemarsch durch die Fahrzeughalle nach draußen – das haut schon prima hin. Obwohl es gerade mal der dritte Dienst ist, zu dem die Mini-Brandschützer sich an diesem Dienstagnachmittag getroffen haben. Eines der Kinder hat seine Handschuhe vergessen, bei einem anderen ist die Jacke nicht richtig zu. Halb so wild. Christian Herter regelt das schon.

Christian Herter ist der Leiter der Jugendfeuerwehr Eckwarden. Und als solcher sah er ein Problem auf sich zukommen. Dem Jugendwart werden dieses Jahr zwei seiner Schützlinge von der Fahne gehen – sie wechseln in die aktive Wehr. Im kommenden Jahr werden ihnen zwei weitere Jugendfeuerwehrleute folgen. Und da Nachwuchs nicht in Sicht war, hätte Christian Herter den Laden dann glatt dicht machen müssen; zumindest für die Teilnahme an Wettkämpfen hätte die Mannschaftsstärke nicht mehr ausgereicht.

Mindestens sechs Jahre alt muss sein, wer in die Kinderfeuerwehr eintreten möchte. Mit zehn Jahren wechselt man dann in die Jugendfeuerwehr, und mit 16 Jahren ist der Übergang in den aktiven Dienst möglich. Wer sich der neuen Kinderfeuerwehr in Eckwarden, den Löschdrachen, anschließen möchte, kann sich an Christian Herter wenden unter Telefon   0173/75000609 oder per Mail an die Adresse cristian.herter@ewe.net.

Eine weitere Kinderfeuerwehr gibt es in Burhave. Die jeweiligen Ortswehren müssen die Nachwuchseinheiten aus eigenen Mittel finanzieren. In Eckwarden fanden sich zum Glück Sponsoren, mit deren Hilfe die Mini-Brandschützer eingekleidet werden konnten.

Die Eckwarder Jugendfeuerwehr hält an diesem Sonnabend, 10. Februar, ihre Jahreshauptversammlung ab. Sie beginnt um 15 Uhr im Feuerwehrgerätehaus.

So weit sollte es natürlich nicht kommen. Also überlegte sich Christian Herter, dass es eine gute Idee sein könnte, eine Kinderfeuerwehr ins Leben zu rufen. Seit Anfang des Jahres ist die muntere Nachwuchstruppe, die sich selbst den Namen Löschdrachen gegeben hat, nun alle zwei Wochen in Sachen Feuerwehr aktiv. Und Nachwuchssorgen sind für Christian Herter kein Thema mehr. Der Jugendwart hatte gehofft, mit sieben, vielleicht acht Kindern an den Start gehen zu können. Tatsächlich hat er am Dienstag das 15. Mitglied willkommen heißen können.

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Zumindest was die Ausrüstung angeht, sehen die kleinen Löschdrachen schon wie wie richtig große Feuerwehrleute aus. „Helm, Handschuhe, Jacke und Hose“, listet der sechsjährige Piet auf. Luca (8) hilft seinem Kameraden auf die Sprünge, weil etwas fehlt: „Und was ist mit den Schuhen?“ Richtig, die gab’s auch. Möglich gemacht hatten all das die Sponsoren, die Christian Herter gefunden hat.

Ein Wunsch wird wahr

Warum sind sie denn überhaupt in die Kinderfeuerwehr eingetreten? Und wie haben sie davon erfahren? Bei Elijah wäre es eher verwunderlich gewesen, wenn er nicht eingetreten wäre. Christian Herter ist sein Vater. Und an dessen Seite durfte der heute Siebenjährige schon im zarten Alter von drei Jahren gelegentlich bei der Jugendfeuerwehr als Zaungast dabei sein.

„Ich wollte schon immer, dass es hier eine Kinderfeuerwehr gibt“, sagt Luca. Von seiner Mama, die aktive Feuerwehrfrau in Eckwarden ist, erfuhr der Achtjährige, dass dieser Wunsch nun in Erfüllung gegangen ist. Und warum es gut ist, sich in der Feuerwehr zu engagieren, kann Piet erklären: „Wenn mal ein Feuer ausbricht, ist es wichtig, dass jemand da ist, der es löscht.“ Zu den Leuten, die so etwas können und machen, möchte der Sechsjährige nun gerne gehören.

Ganz spielerisch werden er und die 14 anderen Löschdrachen ans Feuerwehrwesen herangeführt. Das Sponsorengeld hat nicht nur für die Dienstkleidung gereicht, sondern auch für kindgerechte Mini-Strahlrohre, aus denen sich mittels einer Gartenpumpe Wasser spritzen lässt.

Wasser gehört dazu

Zwar sieht der offizielle Dienstplan das nicht vor. Aber Christian Herter ist der Meinung, dass Wasser nun mal zur Feuerwehr dazu gehört, erst recht zur Kinderfeuerwehr. „Ich gebe ja auch D-Jugend-Fußballern keinen Luftballon zum Spielen“, sagt er.

Und das wird auch Ingo Laddach so sehen, der die Kinderfeuerwehr künftig leiten wird. Christian Herter kann den Job nicht weitermachen, weil eine entsprechende Satzung der Gemeinde besagt, dass ein Jugend- nicht gleichzeitig auch Kinderfeuerwehrwart sein darf.

Am besten hat den Kindern bislang die Fahrt mit einem Feuerwehrauto gefallen, zumal Blaulicht und Martinshorn angeschaltet waren. Sie freuen sich am meisten auf das anstehende Ostercamp in der Eckwarder Turnhalle. Und warum es schlau ist, bei all diesen Aktivitäten einen Helm zu tragen, weiß Piet: „Dann ist man nicht gleich ohnmächtig, wenn einem mal was auf den Kopf fällt.“

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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