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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Hilfe: Ehrenamt in schweren Stunden

09.09.2016

Brake /Wesermarsch Rettungsdienst und Freiwillige Feuerwehr sind im Ernstfall schnell zur Stelle, um sich nach einem Unglück um schwer und lebensgefährlich verletzte Menschen zu kümmern. Damit aber auch die Angehörigen möglichst schnell Unterstützung erfahren, gibt es seit 2007 das Kriseninterventionsteam (KIT) Wesermarsch. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter fahren zu Menschen, die seelische Betreuung benötigen, oftmals Hinterbliebene von tödlich verunglückten Angehörigen.

Wöchentlicher Trauertreff

Unter dem Dach des Kriseninterventionsteams (KIT) Wesermarsch gibt es seit 2011 auch einen Trauertreff. Den verstehen die Initiatoren als einen „wichtigen Schritt zurück ins Leben“. In der Langen Straße kann konfessionsübergreifend um einen Verlust getrauert werden. Das fünfjährige Bestehen wird am 5. November gefeiert.

Der Trauertreff Sonnenblume ist wie KIT in der Langen Straße 62, Brake, zu finden. Jeden Montag von 17 bis 20 Uhr ist geöffnet. Betroffene können unter Telefon  044 01/50 58 70 72 Kontakt aufnehmen.

Noch an der Unglücksstelle sollen erste Gespräche geführt werden, erklärt Thomas Wulf, Initiator, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins und Einsatzleiter. Professionelle Hilfe gibt es dann dank stetig wachsender Vernetzung: Innerhalb von 72 Stunden soll ein Erstgespräch mit einem Therapeuten folgen.

Unterwegs sind die ehrenamtlichen Helfer seit April 2014 in einem dunklen Bus, gespendet von Volkswagen. Zuvor wurden die Einsätze mit einem privaten Bulli gefahren. Damit der Bus jederzeit einsatzbereit ist, können die jeweils diensthabenden Ehrenamtlichen rund um die Uhr über das Auto verfügen. Anspruch ist es, in fünf Minuten auf dem Weg zu sein.

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Im Ernstfall – KIT wird auf Bitten von Betroffenen von der Großleitstelle alarmiert – fährt ein mindestens zwei Personen starkes Einsatzteam zur Unfallstelle. Die geschulten Ehrenamtlichen wissen nie, was sie vor Ort erwartet. Wichtig sei dort eins, so Miriam Lenkering: „Man muss mitfühlen aber nicht mitleiden. Das muss man abgrenzen können.“ Die 43-Jährige ist eine von 15 aktiven Ehrenamtlichen in der Krisenintervention. Der stellvertretende Einsatzleiter Patrick Broszukat (28) ist ein weiterer. Er ergänzt: „Betroffenheit setzt keine Angehörigkeit voraus.“ Soll heißen: Auch als Zeuge eines Unglücks kann man auf Hilfe angewiesen sein. Neben der Arbeit im Krisenfall kommt Öffentlichkeitsarbeit auf großen Veranstaltung hinzu. Sechs weitere der insgesamt 61 Vereinsmitglieder sind im Trauertreff aktiv.

All das setzt genaue Planung voraus. Urlaube wollen bedacht werden, aber auch im täglichen Leben muss ein Einsatz jederzeit möglich sein. Bei privaten Plänen müssen Mitstreiter gefunden werden, die das Auto übernehmen.

Und die Zahl der Einsätze steigt: Waren es 2013 noch 35, wurden in den folgenden beiden Jahren 58 und 55 gezählt. Und die 50 sind auch in diesem Jahr schon fast erreicht. Im Schnitt fahren die Mitglieder alle fünf, sechs Tage einen Einsatz. Doch der nächste kann auch viel schneller kommen. Mehr als 1300 betreute Personen seien das in den Jahren seit Vereinsgründung 2007, hat Wulf zusammengezählt. Neue Mitstreiter sind ihm stets willkommen (Kontakt: Telefon  0 44 01/50 58 70 70).

Markus Minten Leitung / Lokalredaktion
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