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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Rückblick: Einige Einsätze schwer zu verkraften

23.02.2016

Altenhuntorf „Es gibt Einsätze, da muss man wie eine Gruppe Erdmännchen arbeiten“. Diesen Vergleich zog Ortsbrandmeister Ralf Heinemann auf der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Altenhuntorf im Butteldorfer Feuerwehrhaus.

Bei den putzigen Erdmännchen muss immer ein Tier aus dem Rudel Wache halten, um die anderen vor Gefahren zu warnen. Das sei bei manchen Feuerwehreinsätzen ähnlich, stellte Heinemann fest und spielte damit auf einen Hilfeleistungseinsatz zur Beseitigung von Sturmschäden an. „Ein Kamerad kümmert sich um die Einsatzaufgabe, zwei stellen sich aufrecht hin und beobachten die sich vom Sturm biegenden Bäume, damit im Notfall vor einem Baumsturz gewarnt werden kann.“

Außer dem „Erdmänncheneinsatz“ gab es für die Kameraden der Ortswehr in 2015 noch einiges zu tun, darunter auch Hilfeleistungen, die nur schwer zu verkraften waren. Noch während der sofort eingeleiteten Rettungsaktion verstarb eine im Auto eingeklemmte Person nach einem Verkehrsunfall im April 2015. Die Beifahrerin war schwer verletzt aus dem Wagen geschleudert worden. Heinemann: „Der Tod des Fahrers war für uns alle sehr hart, weil er zu Beginn der Rettungsarbeiten noch am Leben war und wir mit ihm sprechen konnten.“

Insgesamt listete Heinemann 18 Einsätze, darunter sechs Brandeinsätze, neun Hilfeleistungseinsätze (vier davon Verkehrsunfälle) und zwei Fehlalarme auf. Zu einem „tierischen Einsatz“ war die Ortswehr nach Gellen gerufen worden, um ein Rind aus einem Güllekeller zu retten. Ein Hofmitarbeiter war zuvor selber zur Rettung des Tieres in den Güllekeller gestiegen und musste sich die Kritik der Einsatzkräfte für sein lebensgefährlich riskantes Handeln anhören. Der Tierrettung folgte eine Menschenrettung: Eine Frau war auf dem Gebiet der Gellener Torfmöörte vom Wanderweg abgekommen und steckte bis zur Hüfte über zwei Stunden in einem drei Meter tiefen Graben fest. Die Kameraden befreiten die Wanderin aus ihrer misslichen Lage.

Fortbildungen, Übungseinsätze, Blutspendetermine, die Teilnahme am Stadtfeuerwehrtag oder das Grillfest mit den Mitbürgern und Gästen – sowohl in der Pflicht als auch in der Kür war die Ortswehr stets präsent und im Dorfleben nicht wegzudenken.

So waren die Lobesworte der Gäste aus Rat, Verwaltung und dem Feuerwehrwesen gerechtfertigt: Insgesamt leistete die Freiwillige Feuerwehr Altenhuntorf 3761 Dienst- und Einsatzstunden. In der immer noch „frauenfreien“ Ortswehr sind 37 Kameraden aktiv, 16 zählen zur Altersabteilung. Das Durchschnittsalter liegt bei 37 Jahren.

Stadtbrandmeister Jürgen Zech beförderte Michael Hilbers und Kai Vensler zu Oberfeuerwehrmännern sowie Stefan Wilken zum Oberlöschmeister. Zu Feuerwehrmännern ernannt wurden Fynn Röbken, Justus Seidel und Carl Christian Meinen. Mit dem Feuerwehrehrenzeichen des Landes Niedersachsen wurden Mario Jürschik (25 Jahre Feuerwehr) und Rolf de Vries (40 Jahre) ausgezeichnet. Neuer Gruppenführer ist nach einstimmiger Wahl Hartmut Ficke, seine Stellvertreter sind Stefan Kayser und Markus Bratz.

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