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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Graben klafft in der Hafenstraße

21.07.2018

Elsfleth Ein etwa drei Meter tiefer Graben klafft in der Elsflether Hafenstraße. Die Baggerschaufel gräbt sich immer wieder in den Boden und kippt das Erdreich auf die Ladefläche bereitstehender Lastwagen. Sie fahren den Aushub über den Rittersweg und die Steinstraße in Richtung Bundesstraße 212 ab.

Die Hafenstraße ist eine Lebensader der Stadt. Und dieses Herzstück muss nun einen neuen Kanal schlucken. In der ausgehobenen Baugrube sind die Fortschritte der Arbeiten sichtbar. Für Anlieger und den Durchgangsverkehr heißt das jedoch: Hier gibt es zurzeit kein Durchkommen mehr.

Der Verkehr wird über den Rittersweg und die Steinstraße umgeleitet. Auch die Lastwagen brummen über diese Straßen. Und das ruft Anwohnerin Dagmar Lorenz auf den Plan. Sie verwehrt sich vehement dagegen, dass die schweren Lkw die beiden Straßen befahren. Die Gefahr, dass Menschen dabei verletzt werden könnten, sei sehr groß, sagt sie. „Die Laster müssen hier weg“, betont Dagmar Lorenz.

Der derzeitige zusätzliche Verkehr ist nach ihren Worten schon schlimm genug. Wenn aber erst wieder die Schule losgehe, sei sie in permanenter Sorge, dass ein Schulkind unter ein Auto geraten könnte. Die Gehwege seien zu schmal, die Steinstraße für einen solchen Verkehr einfach nicht ausgelegt, merkt die Elsfletherin an. Es sei Kindeswohl und Kinderleben gefährdet. Es gebe keine Chance, wenn ein Kind auf die Straße käme. „Wir müssen uns schützen und jetzt handeln“, betont sie.

Betroffen seien auch ältere Leute und Mütter mit Kinderwagen, merkt die engagierte Elsfletherin weiter an. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung für Lkw auf Tempo 10 zu erlassen, sei nicht der Königsweg. Das sei Quatsch und führe nur zu Rückstaus auf den innerörtlichen Straßen. Sie stehe für andere Menschen gern als Ansprechpartnerin bereit (Telefon 0174/6449394).

Im Elsflether Rathaus sind sich die Verantwortlichen der schwierigen Situation bewusst. Sowohl Bürgermeisterin Brigitte Fuchs als auch Bauamtsleiter Hartmut Doyen und dessen Stellvertreter Klaus Bollingerfähr suchen nach einer Lösung. Selbstverständlich ist ihnen das Kindeswohl sehr wichtig und ihnen ist klar, zum Schulbeginn in drei Wochen eine Lösung präsentieren zu müssen.

Es ist vertrackt. Die Steinstraße sei eine öffentlich gewidmete Straße ohne Tonnenbeschränkung, sagt Hartmut Doyen. Diese sei nicht einfach für den Lkw-Verkehr zu sperren, der dann, wie schon andererseits vorgeschlagen, über Lienen rollen könnte. Dass durch diese Baumaßnahme alle mit Einschränkungen rechnen müssten, merkt er weiter an. Und Bürgermeisterin Brigitte Fuchs schildert, dass der Edeka-Markt bereits über Lienen beliefert werde.

Die Stadtverwaltung reagiert und hat jetzt beim Landkreis Wesermarsch den Antrag auf Einrichtung eines befristeten Tempolimits von 10 km/h für Lkw beantragt. Auch soll ein Halteverbot auf dem Rittersweg und auf der Steinstraße eingerichtet werden. Was die Gefährdung der Kinder betrifft: Man will mit den Lehrern der Grundschule Elsfleth sprechen, um gemeinsam eine Lösung zu finden. „Wir brauchen von allen Unterstützung“, sagt Brigitte Fuchs.

Die Arbeiten auf der Hafenstraße werden sich noch länger hinziehen (die NWZ berichtete). Wenn der erste Abschnitt ab Kreuzung Bundesstraße 212 bis Höhe Ostpreußenstraße fertig ist, werde die Baustelle über die Bundesstraße mit Material versorgt, was den Verkehr auf Rittersweg und Steinstraße halbiere, merkt Klaus Bollingerfähr dazu an. Im Kernbereich der Elsflether Innenstadt werde dennoch über Jahre hinweg gebaut und mit Beeinträchtigungen zu rechnen sein.

Der Landkreis sei am Ball, sagt Andreas Hoppe von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises auf Nachfrage der NWZ. Man werde zupacken müssen und den Antrag der Stadt Elsfleth auf ein Tempolimit prüfen.

Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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