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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Wesertunnel: Fähre „Kleinensiel“ im Dauereinsatz

04.07.2017

Golzwarden Die „Kleinensiel“ macht tüchtig Dampf. Neunmal in der Stunde pendelt die Schnellfähre zwischen den Anlegern Golzwarden und Sandstedt auf der östlichen Weserseite hin und her. Etwa vier Minuten dauert eine Überfahrt. Doch während in Sandtstedt nur wenige Autos und Lastwagen auf die Fähre rollen, ist das Schiff ab Golzwarden pickepackevoll.

Die Schlange der wartenden Autofahrer reicht vom Golzwarder Fähranleger beinahe bis zum Bahnübergang in Golzwarden. Das sind rund zwei Kilometer. Und die Wartezeit beträgt laut Peter Schultze, Geschäftsführer der Schnellfähre Brake-Sandstedt (SBS), zwischen eineinhalb und zwei Stunden. Das Verkehrsaufkommen könne man ja nicht beeinflussen, sagt Peter Schultze. Auf vieles andere sei man aber vorbereitet.

 Rund um die Uhr

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Die „Kleinensiel“ pendelt zwischen den beiden Anlegern rund um die Uhr. Und damit sie das auch durchhält, ist der Tank gefüllt. 14 000 Liter Diesel hat die „Kleinensiel“ gebunkert. Das reiche für einen zehntägigen Dauerbetrieb, erzählt der SBS-Geschäftsführer. Auch das Trinkwasser wurde vorsorglich aufgefüllt. „Und wir haben für Kleingeld gesorgt“, merkt Peter Schultze an. Bei der Überfahrt wird das Fährgeld kassiert. Da ist es zeitsparend, wenn das Wechselgeld schnell passend bereitliegt.

 Südröhre gesperrt

Die meisten Autofahrer, die in der Wartschlange auf ihre Passage warten, sind gelassen. So wie Klaus Klawohn. Morgens um 6 Uhr in Bokel, einem Ort der Gemeinde Beverstedt im Kreis Cuxhaven, gestartet, hat er mit Kollegen zwei Linienbusse zu einer Fachwerkstatt nach Cloppenburg gebracht. Die Hinfahrt erfolgte durch die Nordröhre. Vier Stunden später steht der 60-Jährige am Golzwarder Fähranleger und schaut der Fähre zu, die gerade anlegt. In 20 Minuten, so hofft er, könne man übersetzen. „Mit der Wartezeit hatte ich gerechnet“, betont er. Da könne man halt nichts machen.

Ein Lastwagenfahrer aus Emden hat sich auf die frühen Verkehrsmeldungen im Radio verlassen. Um 8.45 Uhr gestartet, sitzt er nun bereits seit eineinhalb Stunden in seinem Führerhaus und bewegt den Wagen immer mal wieder schrittweise vorwärts. „Das hatte ich mir nicht so extrem vorgestellt“, erzählt er. Seine Ladung muss nach Bremerhaven.

 Weiter ausweichen

Keine Vorstellung von dem hohen Verkehrsaufkommen hatte offenbar der Begleiter einer Reisegruppe aus Österreich. Als Peter Schultze wieder Autos auf die Fähre einweist, wird er von Wolfgang Pröhl angesprochen. Der Mann aus Wien ist ratlos. Um 8.15 Uhr in Aurich losgefahren, möchte er mit seiner Gruppe noch rechtzeitig in Cuxhaven sein. Um 11.30 Uhr legt dort der Katamaran nach Helgoland ab, die Plätze sind gebucht. Per Handy angerufen, prescht der Busfahrer mit dem Vehikel auch nach vorn, an der Schlange der wartenden Autofahrer und Brummis vorbei. Es gibt für die österreichische Gruppe aber keine Extrawurst. „Das kann ich nicht machen, so leid mir das auch tut“, sagt Peter Schultze, der den Wienern den Tipp gibt, es über die Fähre Berne/Farge zu versuchen. Da sei weniger los. Das Ziel, darüber sind sich alle Wartenden einig, könne der Bus aber nicht mehr pünktlich erreichen.

Alternativ-Routen

Berne/Farge: Die Fährverbindung zwischen Berne und Farge auf der östlichen Weserseite ist eine Alternative. Von der Wesermarsch aus gibt es insgesamt fünf Fährverbindungen: Blexen/Bremerhaven, Golzwarden/Sandstedt, Berne/Farge, Motzen/Blumenthal und Lemwerder/Vegesack. Da mit einem großen Andrang zu rechnen ist, haben die Fährgesellschaften ihre Fahrpläne erweitert. An den drei südlichen Fähranlegern in Berne, Motzen und Lemwerder war die Lage am späten Montagnachmittag allerdings entspannt. Die Wartezeiten hielten sich in Grenzen.

Verkehrsteilnehmer, die nach Bremerhaven oder in den Landkreis Cuxhaven wollen, können auch einen Umweg über Bremen fahren. Aus der nördlichen Wesermarsch kommend die B 212 bis Harmenhausen, dann weiter über Berner Straße, Hauptstraße, Delmenhorster und Stedinger Landstraße auf die Stromer Landstraße bis zur A 281. In Bremen-Neustadt auf die B 6 bis Dreieck Bremen-Überseehäfen, von dort aus weiter auf der A 27 in Richtung Cuxhaven/Bremerhaven.

Ab diesen Montag ist die Südröhre des Wesertunnels bei Kleinensiel für voraussichtlich elf Tage gesperrt. Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr hat die Tunnelzufahrt abgeriegelt, damit die Sanierungsarbeiten auf der Bundesstraße 437 fortgesetzt werden können. Die Sperrung betrifft nur den Verkehr von der Wesermarsch zur Anschlussstelle der A 27 in Stotel/Kreis Cuxhaven. Die auf die Wesermarsch-Seite führende Nordröhre steht uneingeschränkt zur Verfügung.

Nach Angaben der in Oldenburg ansässigen Straßenbaubehörde dauern die jetzt aufgenommenen Arbeiten voraussichtlich bis zum 13. Juli. So lange bleibt auch die Südröhre des Wesertunnels gesperrt.

 Bis zu 22 Pkw

Wer von der Wesermarsch aus auf die östliche Weserseite gelangen möchte, ist auf die Fährverbindungen angewiesen. Bis zu 22 Pkw passen bei einer Fahrt auf die „Kleinensiel“. Ein Lastwagen mit Anhänger nimmt gleich vier Pkw-Stellplätze ein.

Und wieder stehen die Autos dicht an dicht auf der Schnellfähre „Kleinensiel“. Das Heckwasser schäumt auf, als die Schnellfähre Fahrt aufnimmt und wieder Gas gibt.

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Ulrich Schlüter Elsfleth / Redaktion Brake
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