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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Tödliches Familiendrama in Nordenham

13.01.2016

Nordenham Tödlich endete für eine vierfache Mutter aus dem Irak ein Streit mit ihrem irakischen Ehemann am Montagabend in einer Dachgeschosswohnung eines Mehrfamilienwohnblocks an der Hansingstraße. Während der Auseinandersetzung soll der 30-jährige Ehemann seine 26 Jahre alte Frau mit einem Messer schwer verletzt haben. Sie erlag in der Nacht zum Dienstag in einem Krankenhaus den Stichverletzungen. Der Iraker wurde in Haft genommen.

Wie die Staatsanwaltschaft Oldenburg bestätigte, hielten sich zu der Tatzeit auch die vier gemeinsamen Kinder des Ehepaares in der Wohnung auf. Ob sie Zeuge der tödlichen Auseinandersetzung wurden, ließen Polizei und Staatsanwaltschaft noch offen. Die Kinder wurden in die Obhut des Kreisjugendamtes übergeben.

Nach den bisherigen Ermittlungen vermutet die Polizei als Tathintergrund einen Beziehungsstreit. Bei der In­spektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch wurde eine Mordkommission eingerichtet. Die Staatsanwaltschaft hat eine Obduktion der Leiche veranlasst. Um die weiteren Ermittlungen nicht zu gefährden, wollten Staatsanwaltschaft und Polizei keine weiteren Details nennen.

Den Ehemann traf die von Nachbarn alarmierte Polizei im Haus an und nahm ihn in Gewahrsam. Wegen der Schwere der Tat und wegen möglicher Fluchtgefahr stimmte der Haftrichter dem von der Staatsanwaltschaft beantragten Haftbefehl am Dienstag zu.

Die getötete 26-Jährige hielt sich nur zu Besuch bei ihrem Ehemann auf, denn gemäß Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft lebte das Ehepaar getrennt. Die Ehepartner waren auch getrennt aus ihrer irakischen Heimat nach Deutschland geflüchtet.

Gemeinsam mit seinem Bruder war der Ehemann mit einem zehnjährigen Sohn bereits in November nach Nordenham gekommen. Den drei Irakern wurde von der Stadt die Dachgeschosswohnung im Mehrfamilienwohnblock in der Hansingstraße als Unterkunft zugewiesen, berichtete Nordenhams Sozial- und Ordnungsamtsleiter Rudi Müller.

Am Mittwoch vergangener Woche sei die Ehefrau mit den anderen drei Kindern zu Besuch gekommen. Sie waren noch der Erstaufnahmeeinrichtung in Braunschweig zugeteilt gewesen. Aufgrund der Zusage der Ehefrau, zu den anstehenden behördlichen Terminen nach Braunschweig zurückzukehren, wurde ihr Besuch beim Ehemann geduldet.

Warum es am Montagabend zu der Auseinandersetzung zwischen den beiden Ehepartnern kam, soll bei den anstehenden Ermittlungen der Mordkommission geklärt werden. Auch die Frage, ob Dritte an dem Streit beteiligt waren, wollten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht kommentieren.

Rolf Bultmann
Nordenham
Redaktion Nordenham
Tel:
04731 9988 2202

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