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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Amtsgericht: Familienstreit eskaliert auf Bahnhofstraße

26.03.2014

Nordenham Was genau ereignete sich am Abend des 1. Advents im vergangenen Jahr auf der Bahnhofstraße? Hat der 36-jährige Nordenhamer, der sich am Dienstag vor dem Nordenhamer Amtsgericht verantworten musste, tatsächlich an jenem Abend vorsätzlich den 26-jährigen Bruder seiner Ex-Freundin angefahren? Das wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann vor, der wegen dieser Tat bis vor zwei Wochen in Untersuchungshaft gesessen hatte.

Schneller als üblich

Die Aussage einer Zeugin, die an jenem Abend gegen 22.20 Uhr gemeinsam mit einer weiteren Frau auf der Bahnhofstraße unterwegs war, belastet den Angeklagten schwer. Sie fuhr mit dem Auto in Richtung Bahnhof, als ihr ein Mann in Höhe des Schuhgeschäfts auffiel. Er sei gelaufen und habe sich immer wieder umgedreht. Wenig später sei ein Auto ungebremst aus der Herbertstraße gekommen. Der Fußgänger sei vom Auto erfasst und hochgeschleudert worden. Das Auto sei schneller gefahren als in der Stadt üblich, und sie habe den Eindruck gehabt, dass der Fahrer den Fußgänger absichtlich angefahren habe, sagte die Zeugin. Anschließend sei der Angefahrene blutüberströmt auf sie zugelaufen.

Die Vorgeschichte zu diesem Zusammenstoß war ein Familienstreit, der kurz zuvor an einer Imbissbude in der Peterstraße zunächst mit Fäusten ausgetragen wurde. Der Angeklagte lebte seit zwei Tagen getrennt von seiner Lebensgefährtin, mit der er sich überworfen hatte. Der Bruder der Frau verlangte von dem 36-Jährigen die Wohnungsschlüssel. Beim Aufeinandertreffen in der Peterstraße kam es zu Handgreiflichkeiten, die der Angeklagte und das Opfer ganz unterschiedlich darstellen.

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Der Angeklagte sagte, er sei von hinten angegriffen worden. „Ich wurde am Arm gepackt, dann kam’s zur Prügelei.“ Beim Versuch sich loszureißen, sei sein Gegenüber mit dem Kopf gegen die Wand der Imbissbude gestoßen. Ein Messer habe er zwar dabeigehabt, aber nicht gezogen. Zu dem Vorfall auf der Bahnhofstraße, der sich wenige Minuten später ereignete, sagte der 36-Jährige, dass ihm sein Kontrahent absichtlich die Straße versperrt habe. Er habe ausweichen wollen, aber der Mann sei ihm auf die Motorhaube gesprungen.

Anders die Version des 26-Jährigen: „Ich wollte nur reden, er hat auf mich eingeschlagen.“ Nach Darstellung des 26-Jährigen har der Angeklagte ein Messer gezogen und gedroht, ihn abzustechen. Bei der zweiten Begegnung auf der Bahnhofstraße habe er plötzlich nur zwei Lichter gesehen, die auf ihn zurasten.

Prozess wird fortgesetzt

Der 26-Jährige erlitt eine Gehirnerschütterung sowie Schürfwunden und Prellungen. Außerdem brachen ihm zwei Zähne ab. Beide Männer bezichtigten sich gegenseitig, dass ihnen schnell einmal die Hand ausrutscht.

Der Prozess gegen den 36-Jährigen, der sich unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und Bedrohung verantworten muss, wird am 15. April fortgesetzt.

Jens Milde Nordenham / Redaktion Nordenham
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