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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

FAST-Test lässt Schlaganfall erkennen

29.10.2016

Brake „Wichtig ist es, bei einem Schlaganfall keine Zeit zu verlieren“, erklärt Jörn Glock, Chefarzt für Kardiologie und Angiologie im St. Bernhard-Hospital Brake. Bei einem Verdacht auf Schlaganfall sollte man umgehend den Rettungsdienst hinzuziehen, empfiehlt der Experte.

Doch wie kann man einen Schlaganfall überhaupt erkennen? „Mit den sogenannten FAST-Test kann man das recht schnell herausfinden“, weiß Glock. FAST steht dabei für die englischen Worte face (Gesicht), arm (Arm), speech (Sprache) und time (Zeit). „Man erkennt bei den Betroffenen in der Regel Veränderungen im Gesicht. Oft sieht man direkt, dass ein Mundwinkel hängt, spätestens aber, wenn man die Menschen zum Lächeln auffordert, zeigt sich, dass sie damit Schwierigkeiten haben.“

Ähnliche motorische Probleme fallen auch auf, wenn man einen Blick auf die Arme wirft. In einem Arm haben Betroffene plötzlich weniger Kraft oder gar Lähmungserscheinungen. Die Sprache ist bei einem Schlaganfall-Patienten ebenfalls eingeschränkt: „Am besten fordert man sie zum Sprechen auf. Ist die Sprache nicht deutlich, ist das ein weiteres Anzeichen“, so Glock. Sind diese Kriterien teilweise oder komplett erfüllt, greift der Zeitfaktor. „Der Rettungsdienst sollte den Patienten dann in das nächstgelegene Krankenhaus transportieren“, betont der Chefarzt.

Grundsätzlich seien alle Krankenhäuser für die Versorgung geeignet – wichtig sei nur, dass die relevanten diagnostischen Möglichkeiten gegeben sind. „Eine gut ausgestattete Intensivstation mit CT und MRT ist entscheidend. Nur so kann man feststellen, welches Hirnareal betroffen ist“, erklärt Glock. Im St. Bernhard-Hospital in Brake sind die Voraussetzungen erfüllt und Schlaganfall-Patienten werden schnellstmöglich mit der sogenannten Lyse-Therapie behandelt: „Dabei werden die Blutgerinnsel, die den Schlaganfall ausgelöst haben, mithilfe von Medikamenten aufgelöst.“

Obwohl statistisch gesehen 90 Prozent der Schlaganfall-Patienten über 60 Jahre alt sind, können auch jüngere Menschen betroffen sein. Die Risikofaktoren sind für alle Altersklassen grundsätzlich dieselben: Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, starkes Übergewicht, Rauchen, übermäßiger Alkoholkonsum und Vorhofflimmern. Vor allem Letzteres ist laut Glock bei einem Viertel der Betroffenen der Auslöser: „Bei Vorhofflimmern fließt das Blut im Herzen selbst langsamer und so können dort Blutgerinnsel entstehen. Diese wandern dann durch die Arterien in Richtung Gehirn und können ein Gefäß verstopfen, wodurch es zum Schlaganfall kommt.“

Nach einem Schlaganfall kommt es für den Experten vor allem auf frühzeitige Rehabilitation an: „Je nach Ausmaß der Folgen, sollte umgehend mit Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie begonnen werden.“ Nur so könne das Hirn das ausgefallene Areal kompensieren und die fehlenden Fähigkeiten wieder erlernen.

Gloria Balthazaar Lokalsportredaktion / Redaktion Wildeshausen
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