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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Wachwechsel bei den Seenotrettern

17.10.2019

Fedderwardersiel Fast 15 Jahre lang war Hartmut Dierks Vormann der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) in Fedderwardersiel. Jetzt hat der 60-Jährige die Leitung der Station an einen Nachfolger übergeben. Es ist Karsten Ohme aus Nordenham.

„Es war einfach ein guter Zeitpunkt, das Ehrenamt in jüngere Hände zu legen“, sagt Hartmut Dierks. Seine Wiederwahl stand an, aber weitere vier Jahre wollte er nicht mehr an der Spitze der freiwilligen Seenotretter in Fedderwardersiel stehen. Er ist stattdessen nun mit dem Wachwechsel in die zweite Reihe zurückgetreten. Als Rettungsmann bleibt er der Station erhalten. Einige Jahre im aktiven Dienst möchte er noch dranhängen.

Hartmut Dierks wuchs in Fedderwardersiel auf. Als Kind spielte er mit Freunden im Kutterhafen und sah den Seenotrettern bei ihrer Arbeit zu. „Die Technik der Rettungsboote hat mich schon immer fasziniert“, sagt Hartmut Dierks.

Doch selbst mit anpacken, das passte zunächst nicht. Der Schichtdienst bei den Norddeutschen Seekabelwerken (NSW) in Nordenham hielt ihn viele Jahre davon ab, bei den Seenotrettern anzuheuern. Anfang 2002 entschloss er sich dann aber doch, sich als Freiwilliger der DGzRS anzuschließen. Hartmut Dierks fühlte sich in der Gemeinschaft der Seenotretter umgehend wohl, brachte seine Revierkenntnisse ein und scheute sich nicht, auch bei Schietwetter auf die Nordsee herauszufahren.

Aus seiner Zeit als Vormann ist Hartmut Dierks vor allem ein Einsatz für drei Wattwanderer im Gedächtnis geblieben: Gemeinsam mit seinen Kollegen Malte Linneweber und Uwe Kähler rettete er am 13. Juli 2018 in letzter Sekunde einen Vater und dessen zwei Söhne aus Lebensgefahr. „Im Flutstrom hätte der Mann sich keine fünf Minuten länger halten können“, erinnert sich Hartmut Dierks.

Seinen Nachfolger Karsten Ohme treibt eine ähnliche Motivation an: „Ich möchte Menschen helfen, die auf See in Not sind.“ Hinzu kommt: Der 52-Jährige ist selbst Segler und hält sich entsprechend gerne auf dem Wasser auf.

Aufgewachsen ist Karsten Ohme in Stralsund, seit 1999 lebt der gelernte Heizungsinstallateur in Nordenham. Er arbeitet im Außendienst eines Handwerksbetriebs und sorgt dafür, dass die Kunden stets ein warmes Zuhause haben – denn Karsten Ohme repariert defekte Heizungen und wartet sie.

In seiner Freizeit ist er seit 2012 oft im Hafen von Fedderwardersiel, genauer: im Rettungsschuppen der DGzRS anzutreffen. Dort tauscht der 52-Jährige sich mit seinen Kollegen aus, plant mit ihnen die nächsten Revier- und Übungsfahrten, wartet die Ausrüstung und hält gemeinsam mit den anderen das Seenotrettungsboot „Hermann Onken“ in Schuss.

„Wir sind ein eingeschworener Haufen. Jeder hilft jedem – das gefällt mir“, sagt Karsten Ohme. Den festen Zusammenhalt möchte er erhalten, ebenso die gute Seemannschaft der Crew. „Hartmut hat einen tollen Job gemacht“, lobt der neue Vormann seinen Vorgänger. An dessen Arbeit möchte er anknüpfen. Eines steht für Karsten Ohme dabei immer im Fokus: rund um die Uhr und bei jedem Wetter einsatzbereit zu sein, um Menschen aus Seenot retten zu können.

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