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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Brandschutz: Feuerwehr will Boot – Stadt soll zahlen

27.01.2011

BRAKE Geschenkt ist noch zu teuer – diese Formel gilt möglicherweise für eine großzügige Spende, die der Förderverein der Ortsfeuerwehr Hafenstraße der Wehr machen möchte. Sie soll ein 35 000 Euro teures Boot erhalten, das der Förderverein mit Hilfe von Sponsoren bezahlen will. Der Haken an der Sache: Die Stadt soll die Unterhaltungskosten übernehmen. Dagegen regt sich Unmut.

Einsatz im Flachwasser

„Das Boot soll als Ersteinsatzfahrzeug im Rahmen der Schiffsbrandbekämpfung – insbesondere bei kleineren Fahrzeugen wie Sportbooten und im ufernahen Flachwasserbereich – sowie als Versorgungs- und Transportfahrzeug eingesetzt werden“, heißt es in einem Schreiben, das Stadtbrandmeister Harald Ludwig an das städtische Ordnungsamt gerichtet hat. Die laufenden Kosten pro Jahr, die Ludwig mit 3500 Euro veranschlagt hat, soll nach dem Wunsch der Feuerwehr die Stadt Brake tragen.

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Der technische Einsatzleiter der Braker DLRG, Carsten Renken, äußert Zweifel daran, dass das eine sinnvolle Geldausgabe ist. Die DLRG verfüge bereits über entsprechende Boote und könne damit genau das leisten, was die Feuerwehr nun übernehmen will. Renken glaubt außerdem, dass die veranschlagten 3500 Euro an Unterhaltungskosten zu nie-drig angesetzt sind. Er geht eher von 8000 Euro aus. „Wir haben drei Boote zu unterhalten und wissen, wovon wir reden“, sagt Renken.

Mit der Frage nach der Notwendigkeit des Bootes wird sich auch die Politik beschäftigen müssen, die über die Haushaltsmittel zu entscheiden hat. Tatsächlich ist die Braker Feuerwehr, wie auch Harald Ludwig bestätigt, laut niedersächsischem Brandschutzkonzept im Fall eines Schiffsbrandes allein für die landseitige Bekämpfung zuständig. Die Schiffsbrandbekämpfung von der Wasserseite, für die entsprechende Einsatzfahrzeuge gebraucht werden, ist laut Konzept Sache der Nordenhamer Feuerwehr.

Stadtbrandmeister Ludwig verteidigt dennoch die geplante Anschaffung. Denn er sieht in dem Brandschutzkonzept eine Lücke. Bei einem Schiffsbrand auf der Unterweser wird als Feuerlöschboot die in Bremerhaven stationierte Weserfähre „Bremerhaven“ eingesetzt. Bis die Fähre Brake erreicht hat, dauert es allerdings eine Weile.

„Wenn hier vor Brake ein Sportboot brennt, können wir nicht sagen: Wartet mal zwei Stunden, bis die Fähre da ist“, argumentiert Ludwig für die Anschaffung eines eigenen Bootes. Eingebunden wissen in das Konzept zur Schiffsbrandbekämpfung möchte Ludwig deshalb auch die Schnellfähre Brake-Sandstedt. Darüber habe es bereits erste Gespräche gegeben.

„Keine Konkurrenz“

Ludwig betont, dass die Feuerwehr nicht vorhabe, mit der DLRG in Konkurrenz zu treten. „Wir wollen nicht gegeneinander, sondern zusammenarbeiten“, sagt der Stadtbrandmeister.

Nun ist die Politik an der Reihe. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Hans-Dieter Loh-stroh meldet mit Verweis darauf, dass nicht Brake, sondern Nordenham für die wasserseitige Schiffsbrandbekämpfung zuständig ist, Bedenken an. Will die Feuerwehr das Boot, müsse sie auch die Folgekosten tragen, so Loh-stroh. Die Fraktion habe sich aber noch keine abschließende Meinung gebildet.

Die CDU/Grünen-Gruppe dagegen hat das Thema am Mittwochabend diskutiert und will die zusätzlichen 3500 Euro im Haushalt gewähren. Gruppensprecher Daniel Stellmann: „Wir verlassen uns auf das Urteil das Stadtbrandmeisters.“ Wichtig sei der Gruppe, dass es nicht zu einer Konkurrenzsituation mit der DLRG kommt.

Detlef Glückselig Butjadingen / Redaktion Nordenham
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