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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Lkw-Irrfahrten ärgern Anlieger

11.03.2019

Ganspe /Motzen Jens Bischoff hat quasi einen Logenplatz. Aus dem ersten Stock seines Hauses hat er die Deichdrift ein paar Meter weiter im Blick. Und was er da immer wieder beobachten muss, ärgert ihn – als Ratsherrn und als Anwohner gleichermaßen: Schwere Lastzüge fahren einen Weg, den sie gar nicht fahren dürfen. Dabei fahren sie nicht nur immer wieder Gemeindeeigentum in Form von Straßenschildern um, sondern auch die Deichstraße kaputt. Die ist nämlich lastbeschränkt. Fahren dürfen hier nur Fahrzeuge mit einem Maximalgewicht von neun Tonnen. An der Tagesordnung sind allerdings 40-Tonner.

Die Ursache für den Ärger von Bischoff und anderen Anwohnern liegt ein paar hundert Meter weiter östlich: An der Kreuzung in Motzen. Dort steht zwar ein Schild, das schweren Lastwagen die Einfahrt in die Deichstraße untersagt. Aber das Schild steht eben ein paar Meter in der Deichstraße. Und wenn die Lastwagen, die über die Motzener Straße Richtung Fassmer, Lürssen oder Fischer & Plath fahren, einmal eingebogen sind, fahren sie auch weiter, über die Deichstraße und über die Deichdrift.

„Niemand ist zuständig“, hatte sich Bischoff im jüngsten Gemeinderat zu Wort gemeldet. Dabei sei der LKW-Verkehr „widerrechtlich“ und der Zustand „untragbar“. Gegenüber der NWZverwies er auf den eigentlich zuständigen Landkreis, die Deichstraße ist eine Kreisstraße (K 217). Der habe zwar schon einmal eine Zählung veranlasst, dann aber keine Notwendigkeit für weitere Kontrollen und Sanktionen gesehen. Dasselbe gelte für die Polizei. Dabei beschädige der schwere LKW-Verkehr nicht nur die Straße, sondern auf dem weichen, weil moorigen Untergrund langfristig auch die Häuser: „Hier wackelt alles, wenn ein 40-Tonner durchfährt.“

Rückendeckung erhielt Bischoff in der Sitzung von weiteren Ratsmitgliedern und einem gleichsam betroffenen Zuschauer. Ratskollege Eike Rulfs (CDU) griff einen Bischoff-Vorschlag auf: „Wie können wir etwas tun, damit die Fahrzeuge erst gar nicht in die Deichstraße hineinfahren?“ Die Antwort gab er gleich selber: „Damit die Fahrer wissen, wo sie hin müssen, könnten wir sie mit einer attraktiven Beschilderung zu den ansässigen Firmen führen.“ Und das könne man durchaus zu einer gemeindlichen Angelegenheit machen, selbst wenn es sich bei der Deichstraße um eine Kreisstraße handele. Auch Hans-Martin Wöbken (CDU), der ebenfalls an der Deichstraße wohnt, sprach sich für eine große Hinweistafel im Vorfeld aus: „Die Fahrer müssen deutlich sehen, dass sie erst durch den Deich müssen und nicht vorher links abbiegen dürfen.“

Bürgermeister Hartmut Schierenstedt (parteilos) will es lieber mit weiteren Gesprächen versuchen. Die ansässigen Betriebe sollten die Informationen über die richtige Anfahrt an Lieferanten weitergeben. Aber: „Verantwortlich für das Befahren ist immer der Fahrer“, gab Schierenstedt zu bedenken.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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