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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Staatsanwalt gibt Brandort frei

09.07.2019

Golzwarden Nun ist es traurige Gewissheit: Brandstiftung soll das verheerende Feuer in der Golzwarder St.-Bartholomäus-Kirche ausgelöst haben. Ein etwa zehnjähriger Junge wird derzeit von der Polizei gesucht. Er soll die Kirche kurz vor Meldung des Feuers verlassen haben. Offiziell wird er nicht als Tatverdächtiger gesucht, allerdings auch nicht explizit als Zeuge.

Polizeisprecher Albert Seegers betont auf Nachfrage lediglich den Wortlaut der Polizeimeldung, wonach nach „einem kleinen Jungen, der kurz vor der Brandentdeckung aus der Kirche gekommen sein soll“ gesucht werde. Auch bei weiteren Einzelheiten hält sich die Polizei bedeckt, aus ermittlungstaktischen Gründen. Schließlich kann bestimmte Sachverhalte – etwa wo genau das Feuer ausgebrochen ist oder wie es entfacht wurde – nur der Verursacher wissen.

Der Brandort ist von der Staatsanwaltschaft Oldenburg am Montag freigegeben worden. An der stark beschädigten Kirche können somit Maßnahmen ergriffen werden, um weitere Schäden durch zum Beispiel Regenwasser zu verhindern.

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Dies werde in den nächsten Tagen erfolgen, teilte Angelika Röben, stellvertretende Vorsitzende des Gemeindekirchenrates, auf Anfrage mit. „Es ist alles angekurbelt.“ Da die Sachverständigen aber zum Teil von auswärts kämen, dürfte sich die Abwicklung noch etwas hinziehen. „In 10, 14 Tagen wissen wir sicher mehr.“ Neben weiteren Untersuchungen und Aufräumarbeiten habe dabei die Sicherung des Daches höchste Priorität. Um mögliche Personenschäden zu vermeiden, bleibe der Bereich an der Kirche bis dahin abgesperrt. Für die Sicherungs- und Reparaturarbeiten müssten inner- und außerhalb der Kirche Gerüste errichtet werden.

Pfarrer Christian Egts betonte, dass „die Christuskirche Brake-Nord als nächstgelegene Kirche in jeder Hinsicht bereit ist, einzuspringen“. Dies gelte für Gottesdienste, aber auch für Amtshandlungen wie Trauungen und Trauerfeiern. Insbesondere diese könnten sicher nicht alle in der Friedhofskapelle abgehalten werden. Die nächsten Hochzeiten sind laut Kirchenbüro Ende August und im September geplant. Ob dann allerdings Trauungen in der Kirche stattfinden können, scheint fraglich. Grundsätzlich, so Pfarrer Egts, spreche liturgisch nichts dagegen, Trauungen auch außerhalb der Kirche zu vollziehen. Dies sei aber im Einzelfall abzuklären.

Die St.-Bartholomäus-Kirche war durch das Feuer, das am Donnerstagnachmittag gegen 15.05 Uhr gemeldet worden war, schwer beschädigt worden. Ein Teil des hölzernen Dachstuhls im Bereich des Chorraums stand beim Eintreffen der Feuerwehr in Flammen. Durch das schnelle Eingreifen der Kameraden konnten die kulturhistorischen Schätze weitgehend gerettet werden. So ist der Altar äußerlich intakt, obwohl der darüberliegende Dachstuhl komplett zerstört wurde. Auch das historische Taufbecken, an dem der Orgelbauer Arp Schnitger am 9. Juli 1648 getauft wurde, ist unbeschädigt. Die Schnitger-Orgel (1697/98) sowie die darunter liegende hölzerne Empore aus dem Jahr 1633 blieben zwar vom Feuer verschont. Wie groß genau die Schäden durch das Löschwasser sind, ist allerdings noch unklar.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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