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Aktualisiert vor 13 Minuten.

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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Großeinsatz für 238 Feuerwehrleute

09.11.2009

FRIEDRICH-AUGUST-HüTTE Gleich vier schwierige Aufgaben hatten die Feuerwehrleute bei einer nicht angekündigten Großübung am Sonnabend auf dem Gelände der Firmen Xstrata und Weser-Metall abzuarbeiten. Begonnen hatte das Szenario mit einem Gefahrgutunfall. Neben Ortsfeuerwehren aus Nordenham und der Werkfeuerwehr kam dabei auch die Kreisfeuerwehrbereitschaft Wesermarsch zum Einsatz.

Ein Sicherheitsdienstmitarbeiter hatte laut angenommener Einsatzlage einen Chlorgeruch und Rauch im Bereich des Chlorlagers bemerkt und die Werkfeuerwehr informiert. Deren Chef Lutz von Bergen ließ daraufhin neben der Werkfeuerwehr auch die Ortswehren Nordenham, Einswarden und Phiesewarden alarmieren.

Mitglieder der Nordenhamer Gefahrgutgruppe begannen sofort damit, in Schutzanzügen den defekten Chlorkessel zu untersuchen. Sie dichteten das Leck ab und fingen das flüssige Chlor auf. Die Werkfeuerwehr schlug unterdessen unter schwerem Atemschutz die giftigen Dämpfe mit Sprühstrahl und einer Wasserwand nieder.

Verstärkung erforderlich

Doch es war Verstärkung erforderlich. Deshalb ließ Stadtbrandmeister Ralf Hoyer den Umweltzug und den Logistikzug der Kreisfeuerwehrbereitschaft alarmieren. In der gesamten Wesermarsch setzten sich um 7.20 Uhr Feuerwehrleute in Richtung Nordenham in Bewegung. Der Umweltzug musste weiter die Leckage abdichten, weil der Kessel immer weiter aufriss. Zudem galt es, drei Feuerwehrleute aus dem Gefahrenbereich zu retten und sie zur weiteren Versorgung der Johanniter Unfallhilfe, die ebenfalls an der Übung teilnahm, zu übergeben.

Unterdessen erreichte Einsatzleiter Ralf Hoyer die nächste schlechte Nachricht: In der Vorstofflagerhalle 3 war durch ein defektes Förderband ein Feuer ausgebrochen, so dass die Halle in Flammen stand. Laut Übungsplan konnte Ralf Hoyer auf keine Nordenhamer Feuerwehrkräfte mehr zurückgreifen. Deshalb ließ er die weiteren vier Fachzüge der Kreisbereitschaft anrücken. Insgesamt waren nun 238 Feuerwehrleute und 40 Fahrzeuge im Einsatz. „Das ist schon eine Übungskünstlichkeit“, sagte Kreisbrandmeister Werner Zirk. Denn normalerweise wären die weiteren Nordenhamer Feuerwehren eingesetzt worden.

Die Brandbekämpfer mussten drei Leitungen über eine Distzanz von jeweils 1000 Metern bis zum Löschwasser- und Rückhalteteich auf dem Werksgelände aufbauen.

Direkt neben der Halle hatte sich in der Zwischenzeit ein Verkehrsunfall ereignet. Ein Mitarbeiter war mit seinem Auto gegen eine Mauer gefahren und musste aus dem Wrack geschnitten werden. Zudem galt es, schwere Stahlträger aus dem Weg zu räumen.

Das Unfallopfer war noch nicht ganz gerettet, da erreichte schon der nächste Notruf die Einsatzleitung: Im Löschteich drohte eine Verschmutzung durch ausgelaufenes Öl. Mit dem Boot „KBM Schnittjer“ der Kreisfeuerwehr wurden Ölsperren in dem Teich verlegt.

Für Stadtbrandmeister Ralf Hoyer war diese Übung eine ganz neue Erfahrung, denn einen so großen Feuerwehrverband musste er bislang noch nicht leiten. Unterstützung bekam er von Dr. Günther Halle, der als Störfallbeauftragter über die Abläufe und Verhältnisse auf dem Werkgelände informierte.

Lob für Stadtbrandmeister

Seine Aufgabe habe Ralf Hoyer „sehr gut gemacht“, befand Kreisbereitschaftsführer und Vize-Kreisbrandmeister Hartmut Schierenstedt, der mit seinem Team die Übung ausgearbeitet hatte und beobachtete. Er lobte besonders die reibungslose Zusammenarbeit zwischen Kreisfeuerwehrbereitschaft, Nordenhamer Feuerwehr und Werkfeuerwehr. Kreisbrandmeister Werner Zirk zeigte sich mit dem Verlauf der Übung ebenfalls sehr zufrieden. „Wir wollten sehen, wie schnell sich die Abläufe entwickeln“, sagte er, „und das hat mustergültig geklappt.“

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