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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Auf sie kann man sich immer verlassen

23.09.2019

Hekeln Der Brand eines Kuhstalls in Bettingbühren gehört für Inge Niekamp zu den Einsätzen, dessen Bilder sie auch nach 17 Jahren nicht aus dem Kopf bekommt. 56 trächtige Kühe waren dort untergebracht. Der Anblick der vor lauter Panik geborenen Kälber lässt die gestandene Feuerwehrfrau genauso wenig los wie die Tiere, die es mit qualmendem Rücken noch nach draußen schafften.

„Ich war froh, dass ich das mit dem Atemschutzgerät nicht riechen musste“, denkt sie voller Grausen zurück. Nur zehn Kühe überlebten trotz des beherzten Einsatzes der Feuerwehrkräfte die Flammenhölle.

Für ihr 25-jähriges Engagement bei der Feuerwehr Hekeln wurden die 1. Hauptlöschmeisterin und der 1. Hauptfeuerwehrmann Carsten Eßmann nun geehrt.

Einige Parallelen gebe es, sagte Gemeindebrandmeister Klaus Niekamp, der dieses Mal aber nicht „nur“ als Mitglied der Feuerwehr Hekeln sprach. Beide seien beispielsweise Quereinsteiger oder seit 22 Jahren im Festausschuss.

„Beim Maibaumsetzen hat es gebrannt und ich konnte nichts machen, weil ich kein Mitglied der Feuerwehr war“, erzählt Carsten Eßmann, was ihn 1994 bewog, umgehend den Lebensrettern beizutreten. Bei Inge Niekamp war der auslösende Moment ähnlich. Nur als „schmückendes Beiwerk“ konnte sie die Anrufe vom damals noch riesengroßen Mobiltelefon ihres Mannes Klaus zu Hause koordinieren, die beim Brand des Hotels Weserblick eingingen. Dabei war sie schon als Kind ein Feuerwehrfan.

1972 wurden allerdings noch keine Mädchen in die Jugendfeuerwehr Hekeln aufgenommen. Der jüngste Sohn Hagen, der heute als Ortsbrandmeister „Chef“ der Feuerwehr Hekeln ist, war damals vier Jahre alt, so dass Inge Niekamp vor 25 Jahren endlich Zeit für das Ehrenamt fand.

Bürgermeister Hartmut Schierenstedt bedauerte, dass die 1. Hauptlöschmeisterin, die bis 2017 zwölf Jahre lang als erste Frau des Landkreises stellvertretende Ortsbrandmeisterin war, nicht den nächsten Schritt zur Ortsbrandmeisterin gemacht hat. Carsten Eßmann lobte der Bürgermeister als Kameraden, der, auch wenn er lieber in der zweiten Reihe stehe, stets absolut zuverlässig sei.

Genau wie Kreisbrandmeister Heiko Basshusen oder der neue stellvertretende Gemeindebrandmeister Sven Bolte, der als erste Amtshandlung die Ehrenzeichen anstecken durfte, gehörte Schierenstedt zu den vielen Gästen, die mit den Jubilaren die insgesamt 231 944 Stunden Einsatzbereitschaft feierten.

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