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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Katastrophale Straßenverhältnisse in Jader Moorgebieten

10.10.2018

Jade Die katastrophalen Straßenverhältnisse in den Moorgebieten haben sich noch weiter verschlechtert: Nun wurden sogar Verbotsschilder für Fahrradfahrer in der Gemeinde Jade an der L 863 (Braker Straße) aufgestellt.

Die Schilder wurden bei der Einfahrt Mühlenstraße und von der andren Seite etwa in Höhe Hayenweg aufgestellt. Auch aus dem Hoher Moorweg heraus erblicken Radfahrer gleich diese Verbotsschilder. Die Anordnung und Ausführung erfolgte von der Straßenmeisterei in Brake. Leiter Jürgen Oltmanns: „Durch Längs- und Querrisse ist die Sicherheit nicht mehr gewährleistet.“ Aus Haftungsgründen werden die Verbotsschilder aufgestellt. Ein Sturz von einem Fahrradfahrer durch solch eine Rille wurde auch bekannt. Oltmanns: „Der enorm trockene Sommer hat zu den extremen Versackungen im Moor geführt.“

Von der Straßenmeisterei wurden schon zig LKW-Ladungen Split in die Risse gefüllt. Die Mitarbeiter bringen sich voll ein. „Ein Zollstock reicht oft nicht aus, um die Tiefe zu messen“, so Oltmanns.

Ein Ende ist noch nicht abzusehen. Mehrere Straßen seien in dem schlechten Zustand, Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 30 oder 50 Stundenkilometer sind eingerichtet. Erst am Wochenende riss bei einem PKW die Ölwanne auf der Mentzhauser Straße ab. Auch ein großes Sorgenkind ist die Oldenbroker Straße (K 210) von „Jabben“ bis „Imken“. Oltmanns hat hier für alle Verkehrsteilnehmer eine Sperrung angeordnet – die Sperrböcke und Verbotsschilder sprechen eine deutliche Sprache. Bürgermeister Henning Kaars sagt: „Ich hab’ gedacht, das ist ein Schildbürgerstreich. Da muss schnell saniert werden. Als Gemeinde versuchen wir so gut es geht die dringend notwendigen Flickarbeiten im Bereich unserer Zuständigkeit abzuarbeiten. Das Land Niedersachsen und der Landkreis Wesermarsch müssen dringend finanzielle Mittel bereitstellen, um ihre Straßen wieder instand zu setzen. Sperrungen, Geschwindigkeitsbeschränkungen oder Sonstiges lösen das Problem nicht.“

Doch mit dem schnellen Handeln ist das gar nicht so einfach. Andreas Hoppe von der Verkehrsbehörde des Landkreises: „Die Verkehrsinfrastruktur ist hier eine Katastrophe. Als Verkehrsbehörde versucht man, alles Mögliche zu tun. Es ist oft nur der Tropfen auf den heißen Stein.“

Frank Oltmanns: „Nässe wäre gut.“ Mit einem Goldenen Oktober und insgesamt trockenem Herbst werde sich der Zustand noch weiter verschlechtern. Das Verkehrsschild 254 „Verbot für Fahrradfahrer“ heißt auch: Bei einem Verstoß kann ein Bußgeldbescheid von 15 Euro ausgestellt werden. Ob ein Fahrradfahrer, wenn er dieses Schild sieht, kehrt macht, ist wohl mehr als fraglich. Eins steht aber auch fest: Entsteht ein Schaden, haftet der Betroffene selbst.

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