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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

„Kameradschaft und Teamarbeit zählen“

15.05.2012

NORDENHAM Familiär gab es keine Verbindungen zur Feuerwehr. Aber Einsatzfahrzeuge, Technik und Sport-Aktivitäten faszinierten den Jungen. Deshalb ist Olaf Schneider im September 1979 im Alter von zwölf Jahren in die Jugendfeuerwehr Nordenham eingetreten. Heute kann sich der gebürtige Nordenhamer als großes Hobby gar nichts anderes als die Feuerwehr vorstellen. „Es macht immer noch viel Spaß und die Kameradschaft ist sehr gut.“

Einstimmig gewählt

Der verheiratete Vater eines 15 Jahre alten Sohnes und einer zwölf Jahre alten Tochter ist seit April 2009 stellvertretender Stadtbrandmeister. Die sieben Ortsbrandmeister und ihre Stellvertreter hatten den heute 45-Jährigen für sechs Jahre einstimmig zum Nachfolger von Frank Sichau gewählt, der aus beruflichen Gründen nicht erneut kandidierte. Der Stadtrat hatte dieser Wahl zugestimmt.

Olaf Schneider arbeitet im Einswarder Werk von Premium Aerotec. Die ersten drei Jahre war der gelernte Schlosser dort als Maschinenbediener tätig. Seit 22 Jahren ist er Prüfer in zerstörungsfreien Prüfverfahren.

Der Vize-Stadtbrandmeister hat 28 Jahre in Einswarden gelebt. Im Alter von 16 Jahren ist er in die aktive Feuerwehr eingetreten. Mit 24 Jahren wurde er Gruppenführer. Von 1992 bis 1994 war er stellvertretender Ortsbrandmeister. 1994 wurde Olaf Schneider als Nachfolger von Hans Kolthoff, der nach 24 Jahren im Amt aus Altersgründen ausgeschieden war, Ortsbrandmeister in Einswarden.

2002 musste Olaf Schneider dieses Amt wegen seines Umzuges nach Phiesewarden aufgeben, wo er ein Neubaugrundstück erworben hatte. Er wurde in der Phiesewarder Wehr aktiv. Der Amtsverlust schmerzte ihn nicht so stark. „Für mich stehen die Kameradschaft und die Möglichkeit, anderen Menschen in Not zu helfen, im Mittelpunkt und nicht ein Führungsamt.“ Olaf Schneider fügt hinzu: „Der Name alleine macht kein Feuer aus. Kameradschaft und Teamarbeit zählen.“

Das Amts des Vize-Stadtbrandmeisters hat er nicht selbst angestrebt. Er war aber schon ein bisschen stolz, gefragt zu werden und er hat diese Führungsaufgabe als Herausforderung gerne angenommen. Sehr viel Rückhalt gebe ihm auch seine Familie.

Die Feuerwehr der Stadt Nordenham sei wie ein kleiner mittelständischer Betrieb. „Es macht mir sehr viel Spaß, alles mitzugestalten.“

In sieben Ortswehren gibt es 300 Freiwillige, einschließlich Altersabteilung. Zudem hat die Wehr in Nordenham drei Jugend- und zwei Kinderfeuerwehren. In der Wache an der Strehlener Straße gibt es eine Werkstatt mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern. Auch im vorbeugenden Brandschutz wird viel getan.

150 Einsätze im Jahr

Fast jeden Montag ist Olaf Schneider bei den Dienstabenden der Ortsfeuerwehr Phiesewarden dabei. Mindestens drei Nachmittage die Woche mit jeweils drei Stunden ist er für die Stadtfeuerwehr tätig. Hinzu kommen Einsätze – bis zu 150 im Jahr. Bei jedem Einsatz übernimmt in der Regel Stadtbrandmeister Ralf Hoyer oder sein Stellvertreter als ehrenamtlicher Vollzugsbeamter die Leitung. „Wir ergänzen uns sehr gut und arbeiten sehr harmonisch zusammen“, so Olaf Schneider.

Der Vize-Stadtbrandmeister ist außerdem seit fünf Jahren als Ausbilder der Maschinisten für die Kreisfeuerwehr tätig und er ist Beauftragter der Stadtfeuerwehr für Schiffsbrandbekämpfung.

Die große Bandbreite der Aufgaben gefällt ihm sehr. Ein bisschen traurig stimmt ihn, wenn Bürger meinen, die Freiwilligen gehörten eine Berufswehr an, die ohnehin ausrücke und die man daher auch rufen könne, wenn man sich genauso gut selbst helfen kann – etwa bei einem kleinen Mülleimerbrand oder wenn der Keller geringfügig unter Wasser steht.

Die Feuerwehr helfe gerne. Wünschenswert seien aber etwas mehr Gemeinsinn und Bürgerengagement – und auch Zivilcourage.

Horst Lohe Nordenham / Redaktion Nordenham
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