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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Keine Angst vor Einbrechern

17.10.2016

Rodenkirchen Am Sonntag, 30. Oktober, beginnt die Winterzeit. Dann wird es noch eine Stunde früher dunkel – beste Arbeitsbedingungen also für lichtscheues Gesindel wie Einbrecher. Deshalb will der Präventionsrat der Gemeinde Stadland alle interessierten Bürger darüber informieren, wie sie sich vor ungebetenem Besuch schützen können.

Die Informationsveranstaltung findet an diesem Freitag, 21. Oktober, ab 17 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt und ist kostenlos. Referent ist der Präventionsbeauftragte des Polizeikommissariats Nordenham, Edwin Krüger.

Der Vorsitzenden des Präventionsrates, Katja Kohnert, ist es wichtig, dass diese Veranstaltung so viele Bürger wie möglich erreicht. Deshalb hat sie jetzt in einem Zeitungsgespräch mit Edwin Krüger, Frank Schill von der Polizeistation Rodenkirchen und Pfarrer Bernd Eichert aus Schwei auf den Termin aufmerksam gemacht.

Im Schutz der Dunkelheit

Tatsächlich gibt es sogar ganz offiziell einen „Tag des Einbruchschutzes“, nämlich am 30. Oktober, sagt Edwin Krüger. „Wir merken das tatsächlich: Wenn es früher dunkel wird, dann wird auch öfter eingebrochen“, sagt er. Während Einbrecher Gewerbebetriebe vor allem nachts heimsuchen, machen sie sich in aller Regel tagsüber an Einfamilienhäusern zu schaffen – nämlich dann, wenn die Bewohner an ihren Arbeitsplätzen sind.

Allerdings machen sich viele Menschen unrealistische Vorstellungen über das Ausmaß der Bedrohung, betont Frank Schill: In der gesamten Gemeinde Stadland sind im vergangenen Jahr nur acht Tageseinbrüche begangen worden.

Doch deren Opfer leiden fast immer schwer. Schlimmer als der materielle Schaden ist der ideelle, erläutert Erwin Krüger: „Ein Einbruch ist ein totaler Eingriff in die Privatsphäre. Die Einbrecher durchwühlen das ganze Haus auf der Suche nach Bargeld und Schmuck. Etwas anderes suchen sie meistens nicht, Smartphones beispielsweise kommen als Beute nicht mehr in Frage.“

Traumatisierte Opfer

Die Folgen eines solchen Einbruchs sind erheblich: Fast 20 Prozent der Opfer erwägen ernsthaft, ihre vier Wände zu verlassen und umzuziehen, weil sie sich dort nicht mehr sicher fühlen, sagt Edwin Krüger: „Viele Opfer sind traumatisiert, insbesondere ältere Damen habe ich nach einem Einbruch schon weinen sehen.“ In solchen Fällen empfehle er psychologische Hilfe.

Auch ein Seelsorger bekommt viel von den Ängsten der Bürger mit. Besonders wenn in der Nachbarschaft eingebrochen worden ist, wachsen die Sorgen, erfährt der Schweier Pfarrer Bernd Eichert bei seinen Hausbesuchen immer wieder. Eichert ist Mitglied im Präventionsrat und möchte mit dieser Veranstaltung ganz nebenbei auch erreichen, dass das Gremium bekannter wird.

Hilfe bietet Opfern auch der Weiße Ring mit seinem geschulten Personal an, ergänzt Frank Schill.

Am besten ist aber, dass es gar nicht erst zu einem Einbruch kommt. Über Schutzvorkehrungen informiert Edwin Krüger; er bringt auch Musterfenster und -türen mit. Zudem schildert er seinen Zuhörern die Arbeit der Polizei in der Wesermarsch. Selbstverständlich beantwortet er auch Fragen.

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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