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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Kraftwerk bald ohne eigene Feuerwehr

23.05.2019

Kleinensiel Im Februar hat der letzte Brennstab im Zuge des Rückbaus das Kernkraftwerk Unterweser (KKU) verlassen. Deshalb hat das Unternehmen bei der Polizeidirektion Oldenburg beantragt, die Verfügung zur Aufstellung einer Werkfeuerwehr zurückzunehmen. Die Polizeidirektion prüft diesen Antrag.

Zuständig für den Brandschutz im KKU wird deshalb künftig die Gemeindefeuerwehr sein. Deren Chef Jörg Wiggers ist – anders als einige Politiker im Finanzausschuss des Rates – entspannt. Er rechnet nicht mit starken finanziellen Belastungen für die Gemeinde – und auch nicht mit größeren Gefahren für seine 161 aktiven Feuerwehrleute.

Wachbereitschaft bleibt

Schon der vom Gemeinderat verabschiedete Feuerwehrbedarfsplan nehme ja Bezug auf die Auflösung der KKU-Werkfeuerwehr, sagt der Gemeindebrandmeister. Der KKU-Betreiber Preussen-Elektra werde eine Wachbereitschaft mit neun Leuten pro Schicht aufrecht erhalten. Deren wichtigste Aufgabe werde im Brandfall die Einweisung der Ortswehren sein. „Diese Gänge, Treppen und Räume sind ja ein Labyrinth“, sagt Jörg Wiggers und meint sowohl das Reaktorgebäude als auch den Bürotrakt.

Derzeit besteht die Werkwehr aus 98 Mitarbeitern und sieben Fahrzeugen, teilt die Preussen-Elektra-Pressesprecherin Almut Zyweck mit. Chef ist Siegmar Wollgam.

Von den Fahrzeugen der KKU-Wehr würde die Gemeindefeuerwehr gern das Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) und das Kunststoffboot übernehmen. Das HLF, das nach Schätzungen von Wiggers etwa zwölf Jahre alt ist, soll das 33 Jahre alte Löschfahrzeug der Seefelder Wehr ersetzen. Es kann nicht nur löschen, sondern auch bei Hilfeleistungen eingesetzt werden. Außerdem würde die Rodenkircher Wehr, die schon ein Schlauchboot besitzt, gern das Kunststoffboot der Werkswehr kaufen. Die restlichen Fahrzeuge der Wehr werden Stadland verlassen.

Zusätzliches Personal brauchten die Feuerwehren der Gemeinde über den bisherigen Bedarf hinaus nicht, sagte Jörg Wiggers weiter. Die Löschtrupps müssten auch nicht anders ausgerüstet werden, denn im KKU gebe es mit der Brennstofffreiheit nur noch Rest-Radioaktivität.

Auch für die drei Zwischenlager werden die Freiwilligen Wehren künftig zuständig sein. Da müsse im Zweifelsfall die ABC-Gruppe des Landkreises angefordert werden.

Sorge um Zwischenlager

Im Finanzausschuss waren Bedenken gegen die Auflösung der KKU-Feuerwehr laut geworden. CDU-Fraktionschef Günter Busch äußerte die Erwartung, dass für den Ersatz teurer Spezialfahrzeuge viel Geld erforderlich sein könnte: „Ein Hilfeleistungsfahrzeug, wie wir es für den Wesertunnel brauchen, kostet bis zu 550 000 Euro.“ Die Grünen-Fraktionsvorsitzende Elke Kuik-Janssen äußerte große Bedenken wegen des Brandschutzes für die Zwischenlager: „Das unterstützen wir nicht, weil die Zwischenlager erhebliches radioaktives Inventar enthalten.“

Almut Zyweck sagt: „Selbstverständlich sind wir daran interessiert, dass die Übernahme der Verantwortung für die Gemeinde keine unzumutbare finanzielle Belastung darstellen soll und dass eine Lösung in beiderseitigem Einvernehmen angestrebt wird.“

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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