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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Wesertunnel: Keine einzige Minute soll verloren gehen

02.11.2018

Kleinensiel Wenn es im Wesertunnel brennt, bleiben der Feuerwehr nur 16 Minuten von der Alarmierung bis zum Beginn des Einsatzes. 2 bis 3 Minuten dauert es mindestens, bis die Brandschützer das Feuerwehrhaus in Rodenkirchen erreicht haben, weitere 10 bis bis 12 Minuten brauchen die Feuerwehrfahrzeuge bis zum Tunnel. Dann muss jeder Handgriff sitzen.

Dafür soll ein neues Konzept sorgen, dass die Feuerwehren der Gemeinden Stadland und Loxstedt bei einem gemeinsamen Seminar erstellt haben. An diesem Konzept haben sich jetzt auch die Rettungsdienste der Landkreise Wesermarsch und Cuxhaven ein Beispiel genommen und ihre Zusammenarbeit ebenfalls angepasst.

Seit fast 15 Jahren ist der Tunnel in Betrieb, und er hat nicht nur die Verkehrsströme verändert, sondern auch das Denken, sagt der Rodenkircher Ortsbrandmeister Lars Stratmann. Deshalb war es jetzt Zeit für das neue Konzept. Das erste Konzept stammt aus der Zeit der Eröffnung des Tunnels im Januar 2004 und stimmte im Wesentlichen die Führungsaufgaben ab.

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Lehren aus der Schweiz

Das neue Konzept geht wesentlich stärker ins Detail der Rettungsarbeiten. Bei seiner Erstellung hat die Niedersächsische Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) in Celle wesentliche Unterstützung geleistet, berichtete Lars Stratmann am Dienstagabend dem Feuerwehrausschuss des Rates.

Die NABK in Celle – der andere Standort der Akademie ist Loy – hat sich unter anderem auf Strategien für Tunnelbrände spezialisiert und dabei viel von den Experten auf diesem Gebiet, nämlich den Schweizer Feuerwehren, gelernt. Auch die 16-Minuten-Regel kommt aus der Alpenrepublik mit ihren zahlreichen Gebirgstunneln.

Das Seminar fand Anfang April statt, vorgestellt werden soll das Konzept am Donnerstag, 15. November, im Feuerwehrhaus Dedesdorf im kleinen Kreis. Es sieht vor, dass die Besatzung des ersten Feuerwehrfahrzeugs, das den Tunnel erreicht, sofort mit der Brandbekämpfung beginnt, während die Besatzung des zweiten Fahrzeuges die Betroffenen rettet. Bislang war vorgesehen, dass die ersten Besatzungen aus beiden Richtungen zunächst löschen, und erst die beiden zweiten Besatzungen retten. Bei einem Brand im Tunnel entwickeln sich Temperaturen bis zu 1200 Grad.

Bislang hat es noch keinen schweren Brand im Wesertunnel gegeben, resümiert Lars Stratmann. „Aber irgendwann sind wir dran“, schwant ihm – spätestens wenn mit der Küstenautobahn mehr Fahrzeuge durch den Tunnel fahren. Bei einem Brand ist das Fahrzeug zunächst ein sehr sicherer Ort, wenn es nicht gerade mitten im Geschehen steht, sagt Lars Stratmann. Und wer gut zu Fuß ist, kann sich vermutlich selbst retten und bis zum nächsten Querschlag zur anderen Tunnelröhre laufen. Aber schon für Gehbehinderte ist das kaum zu schaffen.

Neue Wärmebildkamera

Weil sich der Rauch ausbreitet und von der Entlüftung nicht schnell genug hinausbefördert werden kann, sind Wärmebildkameras bei Einsätzen unentbehrlich. Die erste hatte die Ortswehr Rodenkirchen schon 2002 vor Inbetriebnahme des Tunnels bekommen – damals für einen stolzen fünfstelligen Betrag. Jetzt hat der Förderverein der Feuerwehr ein zweites Gerät angeschafft. Das ist erforderlich, weil die Rodenkircher Wehr mit zwei Löschfahrzeugen zum Tunnel ausrückt – dem Hilfeleistungsfahrzeug (HLF) und dem Löschfahrzeug (LF 8), das 2020 durch ein neues LF 10 ersetzt wird.

Auch die drei anderen Stadlander Feuerwehren haben von ihren Fördervereinen je eine Wärmebildkamera bekommen, so dass die Stadlander Wehren im Falle des Falles mit insgesamt fünf Kameras in den Tunnel einrücken können.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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