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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Blindgänger Aus Zweiten Weltkrieg: Bombensprengung in Lemwerder misslingt

29.08.2014

Lemwerder Der Versuch, einen vermeintlichen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg auf einer Weide im Lemwerderaner Ortsteil Bardewisch durch eine kontrollierte Sprengung zu entschärfen, ist am Donnerstagnachmittag misslungen. Um 14 Uhr wurde die Zehn-Kilogramm-Sprengladung an der in rund acht Metern Tiefe liegenden 250 bis 500 Kilogramm schweren Fliegerbombe gezündet. Doch detoniert ist der Blindgänger dabei nicht.

Die Sprengladung habe die Bombe wohl nicht erreicht, vermutete Sprengmeister Hans Mohr, der gemeinsam mit seinen Kollegen Thorsten Lüdeke, Johann Hillmer und Günther Piegsa vom Niedersächsischen Kampfmittelbeseitigungsdienst angerückt war. Genauere Angaben konnte er aufgrund der tiefen Lage der Bombe nicht machen. „Es besteht jedoch keine Gefahr für die Bevölkerung, da es sich nicht um ein empfindliches Objekt handelt. Ich halte es aktuell nicht für notwendig, dass die Bombe rauskommt“, gab Mohr Entwarnung.

Ob es sich überhaupt um einen Sprengkörper handelt, ist nicht eindeutig geklärt, zumal niemand die Bombe bisher zu Gesicht bekommen hat. Im Jahr 2006 war das Objekt bei einer routinemäßigen Luftbildauswertung durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst auf der Weidefläche (etwa 1000 Meter südlich von der Berner Straße 15) entdeckt worden. „Die Messsonden haben ein eisenhaltiges Objekt geortet. Die Messungen sind vergleichbar mit einer Bombenmessung“, erklärte Mohr. Auch die tiefe Lage des Objektes deute auf einen Blindgänger hin.

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Aufgrund der Tiefe stellten sich die Vorbereitungsarbeiten als äußerst schwierig dar, wie Mohr berichtete. So nahm am Donnerstag vergangener Woche eine Brunnenbaufirma am Fundort eine Grundwassersenkung um 5 Meter vor, ehe am Montag der Kampfmittelbeseitigungsdienst mit den Grabungsarbeiten begann. In drei Rohren, von denen zwei auf der Bombe aufsetzen sollten, wurden die Sprengladungen platziert und per Funkfernzündgerät in etwa 1,2 Kilometer Entfernung gezündet. „Doch es kann durchaus sein, dass die Rohre auf eine harte Kiesschicht, statt auf die Bombe getroffen sind“, erläuterte Mohr. Dies lasse sich in dieser Tiefe nur schwer erfühlen.

Die Polizei hatte im Vorfeld der geplanten Sprengung zwei Straßensperren (Neuenlander Weg und Hörsper Hellmer) in einem Radius von 1000 Metern um den Bombenfundort eingerichtet. Anwohner mussten nicht evakuiert werden, da in dem landwirtschaftlich genutzten Areal keine Wohnhäuser stehen. Vier Polizeibeamte aus Lemwerder und Brake sorgten dafür, dass sich niemand zum Zeitpunkt der Entschärfung in besagtem Bereich aufhielt. Die Freiwillige Feuerwehr Bardewisch war mit vier Mann zur Absicherung im Einsatz.

Der Luftraum über dem Fundort war von 14 bis 16 Uhr gesperrt worden, da er direkt in einer Einflugschneise des Bremer Flughafens liegt. Die Flugzeuge wurden sicherheitshalber umgeleitet. 


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/wesermarsch 
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Sebastian Friedhoff Redakteur / Newsdesk
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