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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Lichtung des Schilderwaldes irritiert

29.04.2017

Lemwerder Wer kennt ihn nicht, den von Loriot berühmt gemachten Sketch „Auf der Rennbahn“? Statt „Ja, wo laufen sie denn?“, hieß es am Donnerstagabend im Lemwerderaner Bau- und Straßenausschuss allerdings: „Ja, wo fahren sie denn?“ Und da schon bei den Kommunalpolitikern vollkommene Unklarheit über die künftige Verkehrsführung für Radfahrer auf einigen Kreis- und Landesstraßen herrschte, sahen die Ausschussmitglieder dringenden Informationsbedarf für die Bürger.

Nur: Die Gemeinde ist hier nicht der richtige Ansprechpartner. Sie war nicht einmal an der Radwegebereisung der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises Wesermarsch und der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im vergangenen Oktober beteiligt. Begutachtet wurden dabei Bundes-, Landes- und Kreisstraßen in den Gemeindegebieten von Berne und Lemwerder. Gemeindestraßen blieben außen vor. Nicht nur Ausschussvorsitzender Karsten Haye-Warfelmann (CDU) empfand es als „nicht gut, dass die Bereisung ohne Gemeinde“ stattgefunden habe.

Grundlage der Änderung ist eine Änderung der Straßenverkehrsordnung. Bei farblich abgesetzten Nebenanlagen können Schilder entfernt werden. Und das gilt in Lemwerder für den Abschnitt der L 885 (An der Fähre) von der Tankstelle bis zur Kleinen Straße, die L 875 (Hauptstraße) in Altenesch sowie die K 217 (Tecklenburger Straße) in Deichs­hausen. An diesem Beispiel machte Fachbereichsleiter Matthias Kwiske deutlich, zu welcher Verwirrung die Neuregelung führen könne: Radler hätten hier die freie Wahl, ob sie die Nebenanlage (ehemaliger Radweg) oder die Fahrbahn nutzen. Hier dürften auch, so habe es auf Nachfrage geheißen, Radler aus Altenesch kommend auf der „falschen“ Seite den Weg benutzen. „Die Polizei darf mir also kein Knöllchen geben, wenn ich auf linker Seite auf dem Weg fahre oder auf der rechten auf der Straße“, fasste Günter Naujoks (SPD) nochmals fragend nach. Auch die Ratsmitglieder Wolf Rosenhagen (CDU), Sven Schröder (UWL) und Harald Schöne (FDP) kritisierten die so entstehende Verwirrung.

Doch auch Bürgermeisterin Regina Neuke (parteilos) räumte ein: „Ich habe keine Idee, wie wir zur Aufklärung beitragen können. Außer wir machen 14-tägige Radtouren.“ Die Gemeinde könne sich allenfalls beim Landkreis um eine Infoveranstaltung bemühen. Für Sven Schröder (UWL) lautete die Frage allerdings vielmehr: „Wie bringen wir Autofahrern bei, dass Radfahrer jetzt die Straße benutzen können?“

Auswirkungen auf gemeindlichen Straßen sieht Bürgermeisterin Neuke übrigens nicht: „Für unsere Straßen müssten wir eine Aufhebung beantragen und das ist nicht vorgesehen“, erläuterte sie auf eine Einwohnerfrage.

Markus Minten Redaktionsleitung Brake / Redaktion Brake
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