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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Mittäter informiert Polizei über Drogen im Koffer

16.10.2013

Nordenham Weil er Drogen in großer Menge verkauft hat, ist ein 49-jähriger Nordenhamer am Dienstag vom Schöffengericht zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr und sechs Monaten auf Bewährung verurteilt worden.

Mitangeklagt war ein 53-jähriger Nordenhamer, bei dem der Haupttäter die Betäubungsmittel zwischenzeitlich gelagert hatte. Der Mittäter wurde wegen Beihilfe zu fünf Monaten auf Bewährung verurteilt.

Dem 49-jährigen Haupttäter wurden acht Taten im Zeitraum von Februar 2010 bis Februar 2011 zur Last gelegt. Sieben Straftaten räumte der Angeklagte während der Verhandlung ein. Zum Termin im Amtsgericht Nordenham musste er von der Polizei vorgeführt werden, weil er nicht rechtzeitig erschienen war.

Die Drogen habe er in kleineren und größeren Mengen an Zwischenhändler und Endkonsumenten verkauft, sagte er. Bis zu 5000 Euro pro Kilo habe er an den Lieferanten bezahlt, so der Mann vor Gericht.

Für mindestens 20 000 Euro kaufte der Mann die Drogen kiloweise innerhalb eines Jahres dem Händler ab. Bei dem Rauschgift handelte es sich Cannabis.

Aufgeflogen waren die Taten im Februar 2010. Durch einen Anruf bei der Polizei hatte der Mittäter den Stein ins Rollen gebracht. Beim Eintreffen der Beamten übergab er ihnen freiwillig einen Koffer, in denen sich die Reste der Drogen befanden.

In der Gerichtsverhandlung sagte der 53-Jährige, er habe zu dem Zeitpunkt aufgrund von Tabletten- und Alkoholkonsum unter Wahnvorstellungen gelitten und deshalb die Polizei verständigt, die daraufhin die Wohnungen der beiden Männer durchsucht hatte und auf die restlichen Mengen Rauschgift gestoßen war. Dazu gehörte unter anderem ein Kilo sogenannter Haschkekse.

Mildes Strafmaß

Die Richterin rechnete den beiden Männern ihre umfassenden Aussagen bei der Polizei und vor Gericht hoch an und machte deutlich, dass das Strafmaß in beiden Fällen unter anderen Umständen deutlich härter hätte ausfallen müssen. Eine Gefängnisstrafe von mindestens einem Jahr bis maximal 15 Jahren sei bei einem solchen Ausmaß vorgesehen.

„Erheblich strafmildernd“, so die Richterin, habe sich die Zusammenarbeit der beiden Angeklagten mit der Polizei ausgewirkt. „Ihre Aussagen haben dazu beigetragen, kriminelle Strukturen aufzudecken“, sagte die Vorsitzende.

Aufgrund der Aussagen der Männer war der Hauptlieferant in sieben Fällen zu insgesamt zwei Jahren Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Das ändere allerdings nichts daran, dass der 53-jährige Angeklagte „ganz erhebliche Mengen Rauschgift“ in Umlauf gebracht habe, fügte die Richterin hinzu.

Ebenfalls strafmildernd wirkte sich auf das Urteil aus, dass die beiden Männer noch nie polizeilich in Erscheinung getreten und nicht vorbestraft waren. Der Hauptangeklagte gab eigene Drogen- und auch Alkoholprobleme an. Er sei in eine persönliche Krise gestürzt.

Neben der Bewährung verhängte das Gericht eine Geldstrafe in Höhe von 300 Euro, die an die Nordenhamer Drogenberatung Rose 12 gezahlt werden muss.

Drogen „gebunkert“

Sein Mittäter, bei dem er die Drogen nach eigenen Worten „gebunkert“ habe, nannte Geldprobleme als Grund für sein Handeln und bezeichnete sein Verhalten als „große Dummheit“.

In einem zweiten Verfahren ist am Dienstag in der gleichen Sache ein 51-jähriger Mann ebenfalls zu einem Jahr und sechs Monaten verurteilt worden. Er hatte in 20 Fällen Rauschgift erworben und an Dritte verkauft.

Felix Frerichs Nordenham / Redaktion Nordenham
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