• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Chemieunfall In Lemwerder: Nach Großalarm kam dann doch die Entwarnung

17.10.2015

Lemwerder Chemieunfall bei der Firma Carbon Rotec in der Flughafenstraße Lemwerder: Diese Meldung um 8.06 Uhr am Freitag löst einen Großalarm aus. Neben allen Feuerwehren aus der Gemeinde Lemwerder eilen Atemschutzträger aus Elsfleth, von der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Brake und der Umweltzug der Kreisfeuerwehr an den Einsatzort.

Hier ist es, berichtet Gemeindebrandmeister Hartwig Sondag, zu einer chemischen Reaktion in Halle 12 gekommen. Nach NWZ -Informationen wollte ein 55 Jahre alter Mitarbeiter einer Leiharbeitsfirma ein so genanntes Epoxidharz (Baxxores TM ER 5300) in einem 1000-Liter-Fass auffüllen. Dabei verwechselte er jedoch den Stoff und nahm stattdessen einen Härter (TM EC 5310). Beide Stoffe werden für die Herstellung von Flügeln von Windenergieanlagen benötigt.

Als er seinen Fehler bemerkte, brachte er den Tankbehälter mit Hilfe eines Gabelstaplers sofort ins Freie. Hier kam es durch die Vermischung der Chemikalien zu einer Hitze- und Dampfentwicklung. Deshalb wurden Polizei und Feuerwehr alarmiert. Aufgrund der zunächst unklaren Gefahrenlage wurden außerdem die Johanniter und das DRK hinzugezogen.

Einwilligung und Werberichtlinie

Ja, ich möchte den Newsletter "Wesermarsch kompakt" der Nordwest Mediengruppe erhalten. Meine E-Mailadresse wird ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet. Ich kann diese Einwilligung jederzeit widerrufen, indem ich mich vom Newsletter abmelde (Hinweise zur Abmeldung sind in jeder E-Mail enthalten). Nähere Informationen zur Verarbeitung meiner Daten finde ich in der Datenschutzerklärung, die ich zur Kenntnis genommen habe.

„Durch die chemische Reaktion wurden Dämpfe freigesetzt, von denen wir nicht wussten, ob und wie gefährlich sie sind“, sagt Hartwig Sondag. Deshalb habe man per Rundfunk vorsorglich die Bevölkerung gewarnt, Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Kindergärten, Kindertagesstätten sowie Schulen wurden direkt informiert, dass die Kinder sich nicht im Freien aufhalten sollten. „Einen Moment lang haben wir sogar daran gedacht, Teile von Lemwerder zu evakuieren“, räumt der Gemeindebrandmeister ein. Aber da die Einsatzkräfte die chemische Reaktion schnell unter Kontrolle hatten, sei der Gedanke wieder verworfen worden.

Sondag lobt in diesem Zusammenhang die Mitarbeiter des Unternehmens, deren präzise Angaben sehr hilfreich für den erfolgreichen Einsatz waren. Die Flüssigkeit im Tank wurde mit Hilfe einer „Wasserwand“ gekühlt, daneben wurden kleine Mengen in 20-Liter-Eimer umgefüllt und darin gekühlt. „Die Masse war schnell hart, damit war die chemische Reaktion beendet“, erklärt Hartwig Sondag.

Der Umweltzug der Kreisfeuerwehr lieferte ununterbrochen Messdaten. Diese zeigten, dass zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Bevölkerung, die Firmenmitarbeiter oder die Einsatzkräfte bestanden hat. Gegen 11.30 Uhr wurde die Warnung deshalb aufgehoben. Mit den üblichen Aufräumarbeiten dauerte der Einsatz für die Lemwerderaner bis gegen 14 Uhr.

Die Chemikalien müssen nun fachgerecht entsorgt werden.

Der Blaulichtblog für den Nordwesten

Torsten Wewer Kanalmanagement / Redakteur
Rufen Sie mich an:
0441 9988 2086
Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.