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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

„Sabine“ tobt sich an der Küste aus

11.02.2020

Nordenham /Butjadingen /Stadland An vielen Orten in der nördlichen Wesermarsch zeigte Sturmtief „Sabine“ am Sonntag und Montag seine Kraft.

Nordenham

Eine Windböe erfasste eine Radfahrerin am Sonntagabend auf der Friedrich-Ebert-Straße in Nordenham. Die Frau stürzte und wurde mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht.
 Drei Solarpaneele riss der Sturm vom Dach eines Möbelhauses an der Großensieler Straße.  Laut Stadtbrandmeister Ralf Hoyer mussten die Feuerwehren Einswarden und Abbehausen am Sonntag je einmal ausrücken, um abgeknickte Bäume zu beseitigen: In Ellwürden krachte an der Kreuzung Oldenburger Straße/B 212/Ellwürder Straße ein Baum um. An der Chaukenstraße in Einswarden war ein Baum auf ein Auto gestürzt. Verletzt wurde niemand.
 Am Einswarder Kinderhaus hatte der Sturm einen Baum entwurzelt, den Bauhofmitarbeiter fachgerecht bis auf eben jene Wurzel kürzten. Drei umgestürzte Bäume musste das Team des Bauhofs entlang des Alten Bahndamms beseitigen.   Auch an der Martin-Pauls-Straße in Höhe der Paulus-Kirche war ein Baum auf den Fuß- und Fahrradweg gestürzt. Insgesamt seien die Auswirkungen des Sturms in Nordenham jedoch nicht so schlimm, wie befürchtet gewesen, sagte Rainer Stoffers, Leiter des Baubetriebsamtes.

Stadland

In Stadland rückten Einsatzkräfte gegen 23.35 Uhr am Sonntag zum Wesertunnel aus. Dort hatten sich Teile eines Gitters gelöst und waren in einen Transformator geprallt. Es kam zu einem Kurzschluss. Auf der gesamten westlichen Seite des Tunnels fiel der Strom aus. Der Tunnel wurde bis in den Montagnachmittag gesperrt. Die Weserfähre Blexen-Bremerhaven versuchte das erhöhte Verkehrsaufkommen aufzufangen. Sie startete den Fährbetrieb bereits zwei Stunden früher. Doch während des Hochwassers am Montagmittag konnte in Bremerhaven nur ein Anleger genutzt werden, so dass nur ein Fährschiff pendelte.
 Hart getroffen hatte der Orkan das Haus einer Frau in Norderseefeld. „Sabine“ entwurzelte am Sonntagabend zwei Tannen. Eine verfehlte das Haus knapp, die andere traf das Pfannendach und schlug ein etwa vier Quadratmeter großes Loch hinein. Der starke Wind fegte durch das Dachgeschoss und deckte auf der gegenüberliegenden Seite etwa acht Quadratmeter Dachziegel ab, sagt Andreas Reimers-Lochmann, Sprecher der Gemeindefeuerwehren. Die Feuerwehrleute deckten das Dach wieder, damit der starke Regen nicht ins Haus kam. Am Montag nahm sich ein Dachdecker des Schadens an. Schon zuvor waren Seefelder Brandretter in Höhe des Seminarhotels Kunze-Hof im Einsatz: Ein Baum lag auf der Deichstraße. Gefahr im Verzug bestand auch an der Lindenstraße in der Ortsmitte von Schwei. Hier entsteht gerade ein Mehrgenerationenhaus, und einige lose Bretter auf dem Baugerüst drohten, sich selbstständig zu machen. Die Feuerwehr Schwei bannte die Gefahr. Der nächste Einsatz rief die Schweier nach Kötermoor. Hier versperrte ein Baum den Schwarzen Weg.  Ein Baum löste auch einen Einsatz der Reitlander Brandretter aus, teilt Ortsbrandmeister Robert König mit. Der Stamm hatte sich am Sonntagnachmittag über die Sackstraße gelegt.  Bäume hielten laut Ortsbrandmeister Lars Stratmann auch die Rodenkircher Ortswehr auf Trab: An der Havendorfer Chaussee kurz vor der Einmündung nach Esenshamm und an der Dedesdorfer Straße mussten die Einsatzkräfte die Straße freiräumen. Baum Nummer drei drohte auf die Nordenhamer Straße in Hiddingen zu fallen. Eine Motorsäge bannte die Gefahr. Kurz vor 22 Uhr musste die Wehr noch einmal raus: Diesmal war ein Baum an der Alser Hellmer umgestürzt.

Butjadingen

In Butjadingen ereignete sich der gravierendste Sturmschaden in Ruhwarden.  Dort riss „Sabine“ am Sonntagabend eine gut 30 Quadratmeter große Wellblechplatte vom Dach der alten Molkerei. Sie landete auf der Photovoltaikanlage eines Nachbarn. Wie groß der Schaden ist, konnte Gemeindebrandmeister Frank Linneweber am Montag nicht sagen.  An der von Roddens nach Tossens führenden Straße Zum alten Bahnhof sowie im Bereich Waddens und bei Iffens knickte der Sturm jeweils einen Baum um. Weil dadurch die Straßen blockiert waren, musste die Feuerwehr anrücken – im Fall Iffens gegen 3 Uhr, also mitten in der Nacht. Laut Frank Linneweber waren wegen „Sabine" die Tossenser, die Eckwarder und die Stollhammer Wehr im Einsatz. Insgesamt sei Butjadingen glimpflich davongekommen, sagt Frank Linneweber.  Ein Naturschauspiel bot sich Montagmittag, als die Tide ihren höchsten Stand erreicht hatte. An Butjadingens Stränden sowie im Fedderwardersieler Hafen war Land unter.

Merle Ullrich Nordenham / Redaktion Nordenham
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Henning Bielefeld Stadland und stv. Leitung Redaktion Nordenham / Redaktion Nordenham
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