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NWZonline.de Region Wesermarsch Blaulicht

Feuerwehr Nordenham muss Ausrüstung erneuern

14.02.2020

Nordenham Brandschutz und Hilfeleistungen sind eine gesetzliche Aufgabe der kommunalen Gebietskörperschaften. Dies stellt insbesondere finanziell gebeutelte Städte und Gemeinden wie derzeit Nordenham vor große Probleme. Sie muss in den kommenden Jahren eine siebenstellige Summe investieren, um ihre sieben Ortsfeuerwehren für deren Aufgaben auszustatten und auszurüsten. Das machte Stadtbrandmeister Ralf Hoyer während der Jahreshauptversammlung der Ortswehr Nordenham in der Feuerwehrwache an der Strehlener Straße deutlich.

Bereits für dieses Jahr und für 2021 sind jeweils 100 000 Euro für den Austausch der Einsatzkleidung der Feuerwehrleute eingeplant. Weil die vierlagigen Anzüge insbesondere im Sommer bei technischen Hilfeleistungen die Brandschützer arg belasten, sollen sie jetzt eine leichtere zweilagige Einsatzkleidung erhalten. Davon ausgenommen sind die Atemschutzgeräteträger, weil sie einem Feuer am nächsten kommen.

Bereits bestellt ist das neue Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF 20) für die Ortswehr Nordenham. Waren bei den ersten Planungen der Ersatzbeschaffung 250 000 Euro eingeplant gewesen, so kostet der Einsatzwagen jetzt 375 000 Euro. Darin sind 19 Prozent Mehrwertsteuer enthalten. Für diese Summe von 68 000 Euro könnte viele andere Dinge beschafft werden, kritisierte Ralf Hoyer die Mehrwertsteuerregelung für Ausrüstungen der Rettungsdienste.

Diese Kritik fand auch die Zustimmung von Bürgermeister Carsten Seyfarth, der sich zumindest eine Senkung der Steuer auf sieben Prozent wünscht.

Eine weitaus größere Summe werden die Um- und Neubauten der Feuerwehrhäuser in Blexen (soll bis 2024 abgeschlossen sein), Einswarden und Esenshamm verschlingen. Für die Ortswehr im Nordenhamer Stadtsüden ist ein Neubau geplant, dessen Baukosten einschließlich des Abrisses des alten Gebäudes und der Herrichtung des Geländes der Stadtbrandmeister mit 3,5 Millionen Euro bezifferte. „So ein neues Feuerwehrhaus muss man doch auch für 1,5 Millionen Euro erstellen können“, konnte Ralf Hoyer die hohen Kosten nicht nachvollziehen.

Der Neubau in Esenshamm, der nicht vor 2025 erfolgen werde, falle aber nicht mehr in seine Amtszeit. Das gelte auch für die Ersatzbeschaffungen für die HBC-Digitalfunkgeräte der aus dem Jahr 2004 stammenden ersten Generation, für die es ab 2025 keine Hilfen mehr für die Beseitigung von Problemen geben werde. Mit eindrucksvollen Zahlen wies Nordenhams Feuerwehr-Chef auf die Bedeutung der sieben Ortswehren für die Unterweserstadt hin.

362Mitglieder gehörten Ende des vergangenen Jahres den Ortswehren an – 13 weniger als zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres.

166 Männer und 24 Frauen im Durchschnittsalter von 33,6 Jahren entfallen auf die aktiven Einsatzgruppen, 56 Kameraden auf die Altersabteilung, 48 Jugendliche auf die Jugendwehren sowie 47 Jungen und 21 Mädchen auf die Kinderfeuerwehren.

101 Brandeinsätze mussten die Wehren in 2019 absolvieren. Darunter vier Großbrände und sieben Mittelbrände.

126Hilfeleistungen kamen hinzu Dabei mussten vor allem Türen geöffnet (29 Fälle) und der Rettungsdienst (10 Fälle) unterstützt werden. Zudem kamen die Ortswehren bei Personensuchen (7), Tiersuchen (7), Unwettereinsätzen (10), Beseitigung von Ölspuren (8) und Verkehrsunfällen (4) zum Einsatz.

Rolf Bultmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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